eulenspiegel - Ausgabe 836

Anzeigensonderseite www.dereulenspiegel.de Seit e4 Das VfL-Spezial wird präsentiert von: Lindenstraße 13 49596 Gehrde Telefon: 05439/1562 bremer straße 120 49084 osnabrück Tel. 0541 - 97770 Drei Punkte im Stadion holen – in gepflegter Atmosphäre genießen ... Sonderöffungszeiten bei VFL-Heimspielen Küche Dienstag - Samstag von 17.30 - 21.00 Uhr www.hotel-westerkamp.de Bis Anfang September immer Donnerstag ab 18 Uhr BBQ Buffet NUR FÜRDI S N V REI E E E N DA HRZ CHLÄT S E S G WO Die 2. Bundesliga ist zwei Spieltage alt und der VfL Osnabrück ist in der höheren Spielklasse nach zwei Auftaktniederlagen recht schnell auf den Boden der Tatsachen zurück geholt worden. Was erwartet die Lila-Weißen in Liga zwei? Welche Ziele gibt es? Wie schwer wird der Abstiegskampf – oder geht diesmal vielleicht mehr? Der eulenspiegel beleuchtet den VfL in seinem traditionellen Check und gibt eine Saisonprognose. Weiterentwickeln ist auf jeden Fall das Gebot der Stunde. Trainer & Management Wie wichtig ein guter Trainer ist, zeigte sich in der abgelaufenen Saison. Timo Schultz passt momentan zum VfL Osnabrück wie die berühmte Faust aufs Auge. Der Ostfriese verbindet harte Arbeit mit Ehrlichkeit und gutem Umgang mit Spielern, Fans und Umfeld. Die klare Spielphilosophie aus einer stabilen Defensive heraus, führte nach ein paar Anlaufschwierigkeiten zur Meisterschaft und Aufstieg. Trotz des Erfolgs war aber wenig zu hören von Gerüchten um einen Vereinswechsel des Coaches, was in solchen Fällen immer durchaus normal ist. Dies spricht für Bodenständigkeit und weitere Ziele. Schultz Weg ist beim VfL noch nicht zu Ende. Der Ehrgeiz des Trainers dürfte deshalb in den bevorstehenden Monaten ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Zweitligasaison werden. Der 48-jährige Fußballlehrer setzt auf unbändigen Einsatzwillen, eine hohe Laufbereitschaft und Kombinationsfußball. Und wenn es nicht läuft, spricht er Kritikpunkte auch mal aus der Erfahrung heraus unverblümt an – wie zuletzt nach dem 5:3-Testspielsieg beim Oberligisten SC Spelle-Venhaus. „Ich bin mit meiner Mannschaft nur bedingt zufrieden. Zweite Halbzeit muss ich sagen – das reicht nicht. Das muss man dann dem ein oder anderen Spieler auch mal sagen. Wenn wir vorwärts kommen wollen und der ein oder andere den Anspruch stellen möchte, in Bochum auf dem Platz zu stehen, so reicht das nicht“, nahm Schultz etwas genervt gegenüber VfL-TV kein Blatt vor dem Mund. „Wir lassen noch jegliche Schärfe im Zweikampf vermissen.“ Klare Ansprache, klare Vorstellungen, so kommt man weiter mit lernwilligen Spielern. Joe Enochs als Direktor Fußball und Daniel Latkowski als Technischer Direktor haben in 2025 mit kluger Einkaufspolitik für einen entwicklungsfähigen, gut strukturierten Kader gesorgt, mussten allerdings auch feststellen, dass in diesem Sommer für den Erfolg wichtige Säulen weggebrochen sind. Ob die beiden im Zusammenspiel mit dem Trainer wieder das richtige Händchen gehabt haben, muss angesichts der bisherigen Eindrücke noch abgewartet werden. In den ersten beiden Partien standen nur wenige Neuzugänge in der Startelf. Das Transferfenster hat aber noch bis zum 1. September um 20 Uhr geöffnet. Geschäftsführer Michael Welling ist derweil mit Bauprojekten beschäftigt. Anfang 2027 soll die Geschäftsstelle und das Trainingszentrum auf dem Schinkelberg ihre Formen angenommen haben. Nach der Saison ist dann zudem direkt der Beginn des Umbaus der Bremer Brücke geplant, wofür die Vorbereitungen hinter den Kulissen laufen. Abgänge & Neuverpflichtungen Drei Erfolgsfaktoren der letzten Saison haben dicke Kratzer bekommen. Zum einen ging der Faktor Routine im Kader verloren durch die Abgänge von Keeper Lukas Jonsson (33, Djugarden Stockholm), Kai Pröger (34, VfB Oldenburg), Robert Tesche (39) und Bashkim Ajdini (33, beide Karriereende). Insbesondere der mehr oder weniger vom Verein forcierte Wechsel von Aufstiegstorwart Jonsson mit 19 Zu-nullSpielen in der vergangenen Saison ist nicht verständlich und könnte dem VfL nochmal sehr teuer zu stehen kommen. Neben Kapitän Jannik Müller war der Keeper einer der wenigen ganz wichtigen Führungsfiguren und konnte nicht adäquat ersetzt werden – zumindest nicht bislang. Tesche, Ajdini und Pröger waren leistungsstarke Routiniers, die zwar keine Stammspieler waren, aber auf die im Falle eines Falles Verlass war. Mit Kevin Wiethaup und Yigit Karademir verließen zum zweiten VfL-Eigengewächse den Verein, die sich mit dem Club identifizierten. Und Punkt drei ist der Verlust des wichtigen Kreativspielers Lars Kehl (Darmstadt 98), der oft im VfL-Spiel als einziger für die spielerische Note sorgte, dazu noch ein gefährlicher Standardschütze war. Dem gegenüber können die Zugänge in die Kategorie „solide“ eingeordnet werden, weil nicht auf Anhieb unstrittige Stammspieler. Torwart Jonas Krumrey (von Holstein Kiel ausgeliehen) offenbarte bislang große Defizite in puncto Ausstrahlung und der Strafraumbeherrschung. Für den 22-jährigen Schlussmann sprechen immerhin starke Reflexe. Außenbahnspieler Konrad Faber (FC St. Gallen/Dynamo Dresden) kennt die 2. Liga aus Regensburg und hat ähnliche Anlagen wie Patrick Kammerbauer. Einen guten Eindruck in der Vorbereitung hinterließ der zentrale Mittelfeldspieler Jonathan Wensing (SV Meppen), musste allerdings in den bisherigen zwei Zweitligapartien wegen einer Muskelverletzung passen. Leonard Münst (Viktoria Köln) machte mit einem engagierten Auftritt im offensiven Mittelfeld in der zweiten Hälfte gegen den 1. FC Magdeburg auf sich aufmerksam. Die weiteren Zugänge Joel Abu Hanna (Innenverteidiger, Levadiakos/GR), Lukas Bornschein (Innenverteidigung, HSV II), Luca Raimund (Außenbahn, Fortuna Düsseldorf), Leon Opitz (offensiv Der eulenspiegel-VfL-Check zum Zweitligasaisonstart 2026/27 Weiterentwicklung ist notwendig variabel, Werder Bremen) und Luca Böggemann (Tor, SF Lotte) müssen sich noch deutlich steigern, um dem VfL in der 2. Liga helfen zu können. Aber auch hier gilt wie für den Rest des Kaders: Weiterentwickeln ist auf jeden Fall das Gebot der Stunde. Ein Ass im Ärmel könnte derweil Daniel Kofi Kyereh (SC Freiburg) sein, der mit seiner Vergangenheit und seinem Talent ein Unterschiedsspieler werden sollte – wenn er denn fit wird und dann auch über die Saison bleibt. Spielsystem & Alternative Trainer Timo Schultz und seine beiden Co-Trainer Ferydoon Zandi und Frithjof Hansen setzen wie in der Vorsaison in der Offensive auf ein 3:4:2:1-System mit vielen Kombinationen über das Zentrum. Ob das in einer höheren Liga mit wesentlich besseren Spielern die wegweisende Variante ist, darf ein wenig bezweifelt werden, zeugt jedoch auch von Selbstbewusstsein. Ein Aufsteiger steht gerade auswärts zwangsläufig tiefer und kommt in der Situation auch mehr über ein schnelleres Umschaltspiel und Konter. Der VfL steht gegen den Ball im 5:2:2:1-System und versucht die Mitte stark zu machen, ist aber so anfälliger über die Flügel. Spannend war die zweite Halbzeit gegen den 1.FC Magdeburg,, wie der VfL bei Rückstand seine Taktik umgestellt und offensiver gestaltet hat. Hier haben sich Trainer und Mannschaft ein 3:1:4:2-System erarbeitet mit zwei Stürmern in Person von Robin Meissner und Bernd Riesselmann. Ein torgefährlicher Angreifer, der sowohl als einzige Spitze als auch als Stoßstürmer agieren kann, somit alle genannten Systeme bedient, steht noch auf der Wunschliste. Ausblick & Prognose Die große Hoffnung für diese begonnene Zweitligasaison ist Trainer Timo Schultz. Gelingt es dem Coach, wie in der Vorsaison seine lernwillige VfL-Mannschaft weiterzuentwickeln, kann es was werden mit dem Klassenerhalt. Grundlage von Siegen werden auf jeden Fall eine stabile Defensive und Spieler mit der notwendigen „Schärfe auf dem Platz“ sein. Das gelang in den ersten beiden Partien noch nicht, ist aber kein Hexenwerk. Unsere Prognose: Der Teamgeist passt, deshalb wird der VfL eine ordentliche Saison spielen und den Klassenerhalt schaffen – trotz derzeitiger Torwartproblematik und einem schwachen Saisonstart. Den gab es bereits letztes Jahr, ehe das Team dann richtig durchstartete. Wir wünschen dem VfL eine tolle Saison Berghoffstr. 33 |49090 Osnabrück www.getraenke-schroeder.de Wir sind für Sie da: 00 00 00 00 Mo.-Fr.8 - 19 Uhr|Sa.8 - 18 Uhr pante Geschäftsstelle und Trainingszentrum auf dem Schinkelberg nehmen Form an Fotos: eulenspiegel Leon Opitz

RkJQdWJsaXNoZXIy MjU4