Gesundheit & Pflege Anzeigensonderseite Seite 21 Jetzt neu: Auch in OS-Weststadt Horst-Koesling-Schule / Ernst-Sievers-Str. 45 Bad Essen • Bad Iburg • Bad Laer • Belm • OS Atter & OS Weststadt Die Physiotherapie an der Birkenallee ist seit über 25 Jahren Ihre Praxis für Krankengymnastik, Manuelle Therapie, Massage und Lymphdrainage in Osnabrück-Atter. Auf unserer medizinischen Trainingsfläche und i n unserem Bewegungsbad bieten wir Reha-Sport als Land- un dWassergymnastik an. Melden Sie sich an unter: www.medi-fitness.de Über 25 Jahre Physiotherapie an der Birkenallee • Krankengymnastik • Reha-Sport • Massage/Fango • Wassergymnastik • Babyschwimmen • Sauerstofftherapie • Manuelle Therapie • Lymphdrainage Unsere Leistungen Millionen Menschen leiden an einem Grauer Star, einer Erkrankung, bei der sich die Augenlinse eintrübt. Wenn die Sicht zu schlecht wird, müssen sie operiert werden. Viele Patienten in Deutschland bekommen dann nach NDR Recherchen ein unseriöses Angebot von ihren Augenärzten. Sie sollen Hunderte Euro für angebliche „Premiumlinsen“ selbst zahlen, obwohl die Krankenkassen die Kosten komplett übernehmen. Bei den Linsen handelt es sich um sogenannte asphärische Monofokallinsen, die mittlerweile weltweit medizinischer Standard sind. Die NDR Recherchen zeigen, dass OP-Zentren sie zu einem Preis bekommen, der deutlich unter dem liegt, was die gesetzlichen Krankenversicherungen pauschal erstatten. Viele Augenärzte behaupten aber, dass nur sphärische Linsen Kassenleistung seien und verlangen für eine asphärische Variante oft mehr als 500 Euro pro Auge zusätzlich von ihren Patienten. Ein Insider berichtet, dass OP-Zentren für gute asphärische Linsen in der Regel weniger als 80 Euro zahlen müssten. Dabei dürfen Mediziner nicht mit dem Verkauf von Implantaten Geld verdienen. Sie geben deshalb offenbar häufig in den Abrechnungen keine konkreten Preise für die Linsen selbst an, sondern angeblich nötige, zusätzliche Aufwände. Das zeigen Abrechnungen und Behandlungsverträge von Patienten, die dem NDR vorliegen. Mehrere Chefärzte von öffentlichen Krankenhäusern und Universitätskliniken sagen jedoch, dass keine Mehraufwände – weder bei Voruntersuchungen noch bei der OP - nötig seien, wenn statt einer sphärischen eine asphärische Variante verwendet werde. Viele öffentliche Kliniken bestätigten auf Anfrage des NDR, dass sie standardmäßig asphärische Linsen verwenden, ohne dass die Patienten dafür zahlen müssten. Der Preis für beide Linsenarten unterscheide sich kaum. Augenärzte führen nach Schätzungen etwa eine Millionen Grauer-Star-Eingriffe in Deutschland pro Jahr durch. Wie viele Patienten eine asphärische Linse gegen Aufpreis wählen, ist unklar. Aber den NDR Recherchen zufolge vermarktet ein Großteil aller OP-Zentren die einfachen, asphärischen Varianten als „Premiumlinsen“ und verlangt dafür eine Zuzahlung ihrer Patienten. Der NDR hat daz u mehrere große Augenarztketten angefragt. Die meisten haben gar nicht geantwortet, zwei von ihnen nur allgemein und nicht konkret auf die Fragen, ob es zutreffe, dass Patienten für asphärische Standardlinsen mehrere Hundert Euro zusätzlich zahlen müssten und wie dies zu begründen sei. Fragen zu den Linsenpreisen wurden ebenfalls nicht beantwortet. Auch mehrere große Hersteller machten dazu auf Anfrage keine konkreten Angaben. Bei Grauer-Star-Operationen können Patienten grundsätzlich entscheiden, ob sie eine Standardbehandlung möchten – ohne Zuzahlung – oder eine Sonderlinse wählen. Sie müssen dann laut Gesetz lediglich die Mehrkosten übernehmen. Solche Sonderlinsen können etwa scharfes Sehen in der Nähe und Ferne ermöglichen, ähnlich wie Gleitsichtbrillen. Der Bundesverband der Augenärzte sieht kein systemisches Problem. Grundsätzlich halte er es für richtig, individuelle Mehrleistungen nach eigenem Wunsch selbst zu tragen, „statt dafür alle Beitragszahler zu belasten.“ Falls einzelne das ausnutzten, „empfehlen wir das Verhalten zu hinterfragen und zu verfolgen, statt die Regelung als Ganzes in Frage zu stellen“. Mehr zu dem Thema auch auf NDR.de und tagesschau.de sowie in der Sendung „Panorama“ von Donnerstag, 7. Mai, zufinden in der ARD-Mediathek. Teils unseriöse Angebote von Augenärzten bei Grauer-Star-Operationen Massenhafte Abzocke aufgedeckt In Deutschland gibt es ein großes Potenzial für die Verlagerung von mehr als 50 Prozent der Krankenhaus-Fälle in die ambulante Versorgung, wo die Patienten und Patientinnen deutlich günstiger und effizienter versorgt werden könnten. Das zeigt eine Analyse für den aktuellen Krankenhaus-Report des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Das “Ambulantisierungspotenzial” ist im Bereich der Grundversorgung wie der Inneren Medizin oder der Allgemeinen Chirurgie besonders groß. Erste Erfahrungen mit den sogenannten KrankenhausLeistungsgruppen in NordrheinWestfalen deuten laut Report darauf hin, dass die Krankenhausreform gerade in der Grundversorgung kaum für Strukturveränderungen sorgen wird, während im Bereich spezieller Operationen bereits eine deutliche Konzentration stattgefunden hat. Außerdem zeigen die Analysen des Krankenhaus-Reports, dass die im Rahmen der Reform geplante Vorhaltevergütung und das 2020 eingeführte Pflegebudget einer stärkeren Ambulantisierung entgegenwirken. Problematisch sind außerdem die zahlreichen Ausnahmeregelungen, die im Laufe des Gesetzgebungsverfahrens verankert wurden. Der Report zeigt, dass in allen 1 6 Bundesländern mehr als die Hälfte der heute stationär versorgten Fälle potenziell vermieden oder ambulant versorgt werden könnten. In den Bundesländern reicht das Spektrum des “Ambulantisierungspotenzials” von 53 Prozent bis 58 Prozent. “In keinem Bundesland ist es bislang gelungen, das Ambulantisierungspotenzial in einem strukturell relevanten Ausmaß zu heben”, sagt David SchellerKreinsen, WIdO-Geschäftsführer und Mitautor des KrankenhausReports. Für die Analyse hat das WIdO in einer Modellrechnung alle wissenschaftlichen Ansätze zur Vermeidung oder zur Verlagerung von Krankenhausfällen in den ambulanten Bereich gemeinsam betrachtet und jeden im Jahr 2024 abgerechneten Krankenhausfall auf dieser Basis überprüft. Auf Bundesebene wären demnach von den insgesamt 15,2 Millionen Krankenhausfällen des Jahres 2024 etwa 8,6 Millionen Fälle “ambulantisierbar” oder vermeidbar. Daraus ergibt sich ein Verlagerungs-Potenzial von 42 Prozent der Belegungstage im Krankenhaus und von 39 Prozent der Klinik-Ausgaben. „Die ambulante Erbringung medizinischer Leistungen führt zu deutlich geringeren Kosten als die stationäre Versorgung, da vor allem der teure Bedarf einer Rund-um-die-Uhr-Betreuung entfällt“, so David Scheller-Kreinsen. „Die verminderten Kosten sollten in der Umsetzung allerdings auch zu geringeren Erlösen führen, um einen wirksamen Beitrag zur Stabilisierung der GKV-Finanzen zu erreichen.“ Die Verminderung von Krankenhausfällen ist vor allem in den fallzahlstarken Leistungsgruppen der Grundversorgung möglich. Dazu gehören zum Beispiel die Leistungsgruppen “Allgemeine Innere Medizin” und “Allgemeine Chirurgie”, in denen jeweils über 60 Prozent der Fälle als ambulantes Potenzial identifiziert wurden. Die ersten Analysen aus Nordrhein-Westfalen zeigen allerdings, dass in den Leistungsgruppen der Grundversorgung kaum Veränderungen bei der Zahl der an der Versorgung beteiligten KrankenhausStandorte zu verzeichnen waren. „Das Thema wird mit der aktuellen Krankenhausreform nicht konsequent angegangen“, betont WIdO-Experte SchellerKreinsen. „Die Reform enthält praktisch keine Maßnahmen zur Ambulantisierung, die angesichts des Fachkräftemangels und der hohen Kosten im Krankenhausbereich aber dringend notwendig wäre.“ Hier müsse die Politik vor allem mit einer Reform der geplanten Vorhaltefinanzierung nachjustieren. Positive Effekte kann die Umsetzung der Krankenhausreform laut dem Report auf die Bündelung von speziellen Krankenhaus-Eingriffen wie Hüft-Implantationen oder Krebsoperationen haben. Das zeigen die ersten Daten aus Nordrhein-Westfalen, wo die Einführung und Zuweisung sogenannter Leistungsgruppen bereits vorweggenommen worden ist. Die Zuweisung einer Leistungsgruppe setzt voraus, dass die Kliniken spezifische Qualitätskriterien zur personellen Ausstattung sowie zur Struktur- und Prozessqualität erfüllen. Die 60 in NRW eingeführten somatischen Leistungsgruppen sind als Blaupause für die Reform auf Bundesebene verwendet worden. Bei Leistungen der Spezialversorgung wie der Orthopädie, Gefäßchirurgie oder Krebschirurgie war laut einer ersten Analyse des Versorgungsgeschehens eine deutliche Reduzierung der operierenden Krankenhaus-Standorte um bis zu 70 Prozent zu verzeichnen. So haben vor der Reform beispielsweise 247 Klinikstandorte Hüftimplantationen durchgeführt, während es nach der Zuweisung der Leistungsgruppen nur noch 137 Standorte sind. Im zweiten Quartal 2025 wurden nur noch 3 Prozent der Fälle an Standorten ohne Zuweisung einer Leistungsgruppe operiert, während es 2023 noch 17 Prozent der Fälle waren. „Das zeigt, dass das Reformziel der qualitätsorientierten Konzentration gelingen kann, wenn der nötige politische Wille zur konsequenten Krankenhausplanung vorhanden ist. Die berüchtigte Gelegenheitsversorgung bei Eingriffen der Spezialversorgung ist hier deutlich reduziert worden. Das ist eine gute Nachricht für die Patientensicherheit“, betont die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann. „In vielen anderen Bundesländern steht dieser Prozess aber noch bevor. Wir befürchten, dass dieser notwendige Strukturwandel durch die zahlreichen Ausnahmeregelungen, die zuletzt beschlossen worden sind, deutlich reduziert stattfinden wird.“ Der Krankenhaus-Report 2026 beleuchtet darüber hinaus das dynamische Wachstum des Pflegebudgets. Seit dem Jahr 2020 können Krankenhäuser sämtliche Kosten für Personalzuwachs direkt an die Krankenkassen weitergeben. Dieses neu eingeführte Prinzip der Selbstkostendeckung hat laut einer WIdOAnalyse zu einem starken Anstieg der Pflegekräfte in den Krankenhäusern, aber auch zu einer enormen Steigerung der Kosten von 19,4 Milliarden Euro im Jahr 2020 auf 26,1 Milliarden Euro im Jahr 2024 geführt. In diesem Jahr liegen die Forderungen der Krankenhäuser aktuell zwölf Prozent über dem für 2025 vereinbarten Wert. Im aktuellen Maßnahmenpaket der Koalition zur Stabilisierung der GKV-Finanzen ist daher vorgesehen, die Zuwächse beim Pflegebudget zu begrenzen. "Diese Maßnahme wird zur kurzfristigen Eindämmung der seit Jahren ständig steigenden Kosten beitragen. Aber sie behebt nicht die systemischen Fehlanreize und Zielkonflikte, die durch das Pflegebudget entstanden sind", erklärt WIdO-Geschäftsführer David Scheller-Kreinsen. Der Krankenhaus-Report 2026 widmet sich in insgesamt 20 Kapiteln dem diesjährigen Schwerpunktthema “Reformperspektiven” in Bezug auf die Krankenhausstrukturen und die Krankenhausfinanzierung. Die Beiträge des 420-seitigen Sammelbandes beantworten aus verschiedenen Blickwinkeln die Frage, ob die aktuelle Krankenhausreform auf dem richtigen Weg ist, um die aktuellen Herausforderungen des deutschen Gesundheitssystems zu meistern. Mehr als die Hälfte der Krankenhausfälle könnte ambulant versorgt werden AOK-Krankenhaus-Report 2026 Verlosungen, Berichte, Aktuelles, Bilder,... Die Osnabrücker Szene im Netz: Werde Teil der Facebook-Gruppe: Facebook.com / eulenspiegel Osnabrück
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