Seite 15 präsentiert von Um Soja ranken sich zahlreiche Befürchtungen und Hoffnungen wie zum Beispiel: Der Konsum von Soja schade der Schilddrüse, sei bei Brustkrebs nicht zu empfehlen, lindere Wechseljahresbeschwerden oder führe bei Männern zu einer „Verweiblichung“. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen klärt auf. Sojaprodukte wie Tofu, Sojadrink und Co. sind für viele Menschen selbstverständlich geworden. Soja gilt wie alle Hülsenfrüchte als sehr gesund für Mensch und Umwelt. Doch die in Sojabohnen enthaltenen Isoflavone sorgen immer wieder für Diskussionen. Diese sekundären Pflanzenstoffe ähneln in ihrer Struktur dem Hormon Östrogen – und genau das verunsichert viele Menschen. „Die meisten Sorgen sind bei einem üblichen Verzehr von Soja-Produkten oft unbegründet“, sagt Anneke von Reeken, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Brustkrebs, Wechseljahre und Schilddrüse Fachgesellschaften wie das Deutsche Krebsforschungszentrum sprechen sich für einen moderaten Sojakonsum bei Brustkrebs aus. Ein bis zwei Portionen täglich – eine Portion entspricht etwa 100 Gramm Tofu oder 250 Milliliter Sojadrink – gelten für Brustkrebspatientinnen und Brustkrebsüberlebende als unbedenklich. Auch eine antihormonelle Therapie spricht nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht gegen einen maßvollen Sojaverzehr. Aktuelle Studien zeigen, dass üblicher Sojakonsum keine relevanten hormonellen Effekte auf Männer hat. Die Sorge, Soja könne den Testosteronspiegel senken oder eine „Verweiblichung“ bei Männern verursachen, ist unbegründet. Für eine verlässliche Linderung von Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen durch Soja-Isoflavone gibt es bislang keine gesicherten Belege, so die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde. Bei ausreichender Jodversorgung sind durch normalen Sojakonsum keine relevanten negativen Auswirkungen auf die Schilddrüse zu erwarten. Anders kann es bei Jodmangel oder bestehenden Schilddrüsenerkrankungen aussehen: Nahrungsergänzungsmittel mit hohen Mengen an isolierten Isoflavonen oder Sojalebensmitteln könnten hier nachteilige Effekte haben. „In solchen Fällen empfiehlt sich eine ärztliche Begleitung“, rät von Reeken. Vorischt bei Isoflavon-Supplementen: Die gesundheitliche Unbedenklichkeit solcher Supplemente, insbesondere für Menschen mit hormonabhängigen Krebserkrankungen oder Erkrankungen der Schilddrüse, ist nicht ausreichend belegt, so das Bundesinstitut für Risikobewertung. Wer an östrogenabhängigem Brust- oder Gebärmutterkrebs erkrankt ist oder war, sollte Nahrungsergänzungsmittel mi t isolierten Isoflavonen nicht einnehmen. Fazit: Vielfalt statt Verunsicherung Soja und Sojaprodukte können in üblichen Mengen Bestandteil einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung sein. Sie liefern Proteine, Ballaststoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe. Entscheidend ist das Maß: Wer sich vielseitig ernährt und auf eine gute Jodversorgung achtet, muss Soja nicht meiden . Weitere Infos finden Sie unter https://www.verbraucherzentrale -niedersachsen.de. Fischhandel • Mittagstisch • Catering Auch zum Mitnehmen: Mo. - Fr. 10 - 15 Uhr Gerne nach Absprache zu Ihrem Wunschtermin TÄGLICH FRISCHER FISCH • GERÄUCHERTE SPEZIALITÄTEN • GESUNDER MITTAGSTISCH • FISCHPLATTEN FÜR JEDEN ANLASS • Fischhandel Prinz - Karl Prinz OHG Mühleneschweg 17 - 49090 Osnabrück Tel: (05 41) 61330 - www.fisch-prinz.de Öffnungszeiten Mo. - Fr. 8-18Uhr Sa. 8 - 13 Uhr in Pr z FISCHF INKOST E Tradition seit 1950 SAISONALE GERICHTE Leckere Spargel Spezialitäten, Schnitzelparade, u.v.m. Wersener Landstraße 1 - 49076 Osnabrück Tel. 0541 12 43 45 - www.hotel-hackmann-atter.de WIR FREUEN UNS AUF IHREN BESUCH www.huxmuehle.de Wir freue n un s au f Ihre n Besuch. Ih r Huxmühle n Team Montag bi s Samstag ab 17 Uhr Sonn - und Feiertags ab 12 Uhr Donnersta g Ruhetag e i ß n G n e e e nse Si u re lec ren ke Spa e - rg l ger ht ic e Wer im Supermarkt zu Fisch und Meeresfrüchten greift, weiß mehr als er denkt. Herkunft, Fangmethode, Aufzucht – Fisch gilt als eines der transparentesten Lebensmittel im Handel. Kaum ein anderes Produkt liefert so viele verpflichtende Angaben. Was hinter den Informationen auf dem Etikett steckt und wie sie Verbrauchern Orientierung bieten, erklären die Expertinnen und Experten des Fisch-Informationszentrums e.V. (FIZ). Wer Fisch kauft, erhält auf einen Blick eine Vielzahl an Informationen. Was für viele Verbraucher zunächst komplex wirkt, ist tatsächlich ein klar geregeltes System. Die Kennzeichnung von Fisch und Meeresfrüchten ist EU-weit klar geregelt und gehört zu den umfassendsten im Lebensmittelbereich. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und eine fundierte Kaufentscheidung zu ermöglichen, ein Anspruch, der bei kaum einem anderen Lebensmittel so konsequent umgesetzt wird. „Fisch ist bei der Kennzeichnung tatsächlich ein Vorreiter“, erklärt Julia Steinberg-Böthig, Ernährungswissenschaftlerin und Pressesprecherin des FIZ. „Auf jeder Verpackung müssen unter anderem die Handelsbezeichnung, die Produktionsmethode (Wildfang oder Aquakultur), das Fanggebiet und die Fangmethode angegeben werden. Diese Angaben helfen Verbrauchern dabei, bewusst zu wählen.“ Dass diese Informationen genutzt werden, zeigt auch der Blick auf das Kaufverhalten: „Für viele Verbraucher ist die Herkunft ein wichtiger Orientierungspunkt beim Fischkauf, ergänzt durch Angaben zu nachhaltiger Produktion. Transparente Kennzeichnungen tragen wesentlich dazu bei, Vertrauen zu schaffen.“ Beim Wildfang sorgen feste Rahmenbedingungen für Transparenz und Verantwortung. „Fangquoten, internationale Abkommen und wissenschaftliche Empfehlungen bilden die Grundlage für eine nachhaltige Bewirtschaftung der Bestände“, erklärt Meeresbiologe Dr. Stefan Meyer, Geschäftsführer des Bundesverbands der deutschen Fischindustrie und des Fischgroßhandels e.V. Ergänzend sichern Kontrollen entlang der Lieferkette die Einhaltung dieser Vorgaben. Für Verbraucher bedeutet das: Die Angaben auf der Verpackung basieren auf wissenschaftlich fundierten Regeln zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der Bestände. Neben dem Wildfang gewinnt die Aquakultur weltweit zunehmend an Bedeutung – gerade vo r dem Hintergrund steigender Nachfrage und begrenzter natürlicher Ressourcen. „Ein großer Teil der Aquakulturunternehmen arbeitet heute nach umfassenden Zertifizierungsstandards, die Produktionsbedingungen, Futter- und Wasserqualitäten bis hin zur Verarbeitung und Rückverfolgbarkeit auditieren. Das schafft Transparenz und gibt Verbrauchern Sicherheit bei Herkunft und Qualität“, erklärt Petra Weigl, FIZ-Vorstands-Vorsitzende und Global Head of Global Head of Marketing von Regal Springs Europe GmbH, einem Unternehmen, das auf nachhaltige Tilapia-Zucht spezialisiert ist. Die Expertin ist sich sicher: „Nur mit verantwortungsvoller Aquakultur können wir den wachsenden Bedarf an hochwertigem Protein langfristig decken.“ Die Transparenz setzt sich entlang der gesamten Lieferkette fort. Viele Fischprodukte lassen sich heute lückenlos zurückverfolgen – vom Fang oder der Aufzucht bis hin zur Verarbeitung und zum Verkauf. „Digitale Dokumentationssysteme und standardisierte Prozesse sorgen dafür, dass Informationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette erhalten bleiben“, so Dr. Stefan Meyer. „Verbraucher können sich darauf verlassen, dass die Herkunft von Fisch nachvollziehbar dokumentiert ist.“ Zusätzlich zu den verpflichtenden Angaben bieten freiwillige Siegel Verbrauchern beim Kauf zusätzliche Orientierung. Zertifizierungen wie Marine Stewardship Council (MSC) für Wildfang sowie Aquaculture Stewardship Council (ASC), Best Aquaculture Practices (BAP) oder GLOBALG.A.P. in der Aquakultur kennzeichnen Produkte, die nach definierten ökologischen und qualitativen Standards erzeugt wurden. Ein Blick auf Fanggebiet und Produktionsmethode liefert bereits eine gute Orientierung. Wer zusätzlich auf anerkannte Siegel achtet, kann seine Kaufentscheidung gezielt nach Nachhaltigkeitskriterien ausrichten. Insgesamt zeigt sich: Wer Fisch kauft, kann sich auf ein hohes Maß an Transparenz verlassen. Die Vielzahl an verpflichtenden Angaben und ergänzenden Siegeln ermöglicht es Verbrauchern, Herkunft, Produktionsweise und Nachhaltigkeitsaspekte bewusst in ihre Kaufentscheidung einzubeziehen. Wer glaubt, Gurken seien nur grünes Wasser in Stangenform, hat weit gefehlt. Das knackige Gemüse überrascht mit einer beachtlichen Sortenvielfalt und macht von Fingerfood über Pausensnack bis zum Einmachglas fast alles mit. Nach Zwiebeln, Tomaten und Möhren ist die Gurke auf Platz vier der beliebtesten Gemüse in Deutschland. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag 2025 bei 8,5 Kilogramm. Die Gurke (Cucumis sativus) ist eine einjährige Pflanze und mit Melonen und Zucchini verwandt. Mit ihren gelben Blüten und mitunter meterlangen, rankenden Trieben ist sie eine wahre Kletterkünstlerin. Doch Gurke ist nicht gleich Gurke. Auch wen n uns im Alltag meist nur ein paar bekannte Sorten begegnen, gibt es noch viele weitere: • Salat- oder Schlangengurken sind die klassischen langen, eher schlanken Gurken mit glatter, meist dünnerer Schale. Sie werden überwiegend im Gewächshaus angebaut. Am häufigsten landen sie roh im Salat. • Snack- und Minigurken sin d klein, meist rund und 10 bis 15 Zentimeter lang, sehr knackig und ideal zum Snacken. • Landgurken sind robuster, mit etwas dickerer, oft leicht stacheliger Schale. Sie wachsen im Freiland und die Früchte sind kräftig und aromatisch. Sie eignen sich für Salate, aber auch zum Dünsten und Schmoren. • Gewürz- und Einlegegurken sind deutlich kleiner und breiter, häufig bestachelt und werden traditionell unreif geerntet, um sie ganz in Gläser einzulegen. Sind sie kürzer als sechs Zentimeter, nennt man sie Cornichons. •Schälgurken erreichen deutlich höhere Gewichte, werden voll ausgereift geerntet, dann geschält, entkernt und anschließend etwa zu Senfgurken oder Schmorgurken verarbeitet. • Bunte Gurken zählen zu den Exoten wie etwa Zitronengurken mit runden, gelben Früchten, weiße Sorten oder braune Varianten wie die Sikkim-Gurke, mit netzartiger Schale. Die heimische Gurken-Saison reicht von März bis Oktober. Während Salat- und Minigurken ist gleichmäßig durchgefärbt und ohne Druckstellen, Beschädigungen oder gelbliche Verfärbungen. Gurken mögen es kühl, aber nicht zu kalt: Temperaturen unter 12 Grad Celsius führen zu Kälteschäden wie wässrigen Stellen und Aromaverlust. Angeschnitten halten sie sich im Gemüsefach des Kühlschranks ein bis zwei Tage lang. Eingemachte Gurken – ob Essig-, Senf- oder Salzgurken – gehören nach dem Öffnen der Konserven in den Kühlschrank und sollten stets mit einer Gabel entnommen werden. Obwohl Gurken zu etwa 94 Prozent aus Wasser bestehen, liefern sie wertvolle Inhaltsstoffe. Sie besitzen geringe Mengen an Vitaminen, unter anderem BVitamine, Vitamin C und Vitamin K, sowie Mineralstoffe wie Kalium und Eisen. Pro 100 Gramm enthalten sie nur 14 Kilokalorien und eignen sich gut für eine energiearme, aber volumenreiche Ernährung. Schmeckt eine Gurke bitter – vor allem aus dem Garten – hat die Pflanze giftige Schutzstoffe (Cucurbitacine) gebildet. Solche Gurken sind deshalb nicht mehr verzehrbar. Bei der Zubereitung gilt: Gurken möglichst frisch verarbeiten und erst kurz vor dem Servieren schneiden oder raspeln, damit sie nicht auswässern. Klassisch werden Gurken mit Joghurt und Kräutern zu Gurkensalat oder in gemischten Salaten und Bowls verarbeitet. Sie passen auch in kalte Suppen, Sandwiches und Wraps. Gekocht schmecken geeignete Sorten als Gemüse, als Schmorgurke zu Fisch und Kartoffeln oder in asiatischen Currys. Selbst Braten und Grillen ist möglich. Tipp: Wer im Sommer viel erntet oder Saisonware günstig kauft, kann sie beispielsweise zu Dill-Essiggurken, sauren Gurken mit Pfeffer oder Honig-Senfgurken verarbeiten. (Text: Verena Dorloff, bzfe.de) Vom Snack bis ins Einmachglas Gurken für jede Gelegenheit Faktencheck der Verbraucherzentrale Niedersachsen Hohe Transparenz Soja im Essen: Mythen, Risiken und Chancen in Gewächshäusern wachsen, gibt es Land-, Einlege- und Schälgurken von Juni bis September aus dem Freiland. Der Großteil der hierzulande gegessenen Gurken wird allerdings aus Spanien und den Niederlanden importiert. Wer sich beim Einkauf an der Gurkensaison orientiert und auf regionale Angebote setzt, unterstützt die heimische Landwirtschaft, was auch Transportwege reduziert. Beim Einkauf lohnt sich ein genauer Blick: Frische Salatgurken sind bis in die Enden fest und fühlen sich prall an. Die Schale Mehr Wissen beim Fischkauf
RkJQdWJsaXNoZXIy MjU4