eulenspiegel - Ausgabe 831

„Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte, süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land …“. Dieses Gedicht von Eduard Mörike aus dem Jahr 1832 ist typisch für die Epoche der Romantik, aber es beschreibt bis heute das Gefühl, das die Menschen im Frühling empfinden. Der Lenz markiert traditionell die Erneuerung in der Natur. Wir genießen die stärkere Sonneneinstrahlung und höhere Temperaturen, freuen uns an Austrieb und Blüte der Pflanzen und das Erwachen vieler Tiere aus dem Winterschlaf, die Zugvögel kehren zurück. In vielen Kulturen gibt es Frühlingsfeste und Frühlingsrituale, die die Vorstellungen von Wiedergeburt, Verjüngung, Erneuerung und Wiederauferstehung beinhalten. Meteorologisch beginnt der Frühling auf der Nordhalbkugel am ersten März – und spätestens ab dann lässt sich wahrnehmen, wie lebendig alles wird: Bienen summen an den ersten Blüten, Amseln bauen ihre Nester und der Rasen bekommt ein frisches Grün, als würde selbst er aufatmen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das persönliche Gartenjahr im eigenen Grün zu starten. Die Outdoor-Möbel werden entstaubt, die Terrasse auf Hochglanz gebracht und vielleicht bekommen die Blumenkästen schon den ersten bunten Frühjahrsflor. An manchen Tagen lädt ein bequemer Sessel in der Mittagssonne zur frühen DraußenSiesta, dazu der typische Duft frischer Erde und das Zwitschern der Vögel – schöner lässt sich der Start in die wärmere Saison kaum genießen. Rundum entspannt lassen sich auch schon erste Pläne schmieden: Wie wäre es mit einem kleinen Frühlingsfest im Mai? Mit bunten Lichterketten, hausgemachter Limonade und Feuerschale für knisternde Abendmomente … So wird Garten schnell wieder zum liebsten Treffpunkt. Ob Stadtgarten oder ländliche Terrasse – wieder draußen zu sein bedeutet Freiheit, Entspannung und Lebensfreude. Armin Knauer vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) e. V. schwärmt ebenfalls von dieser Jahreszeit: „Auch für uns Profis ist das Frühjahr jedes Jahr wie ein neuer Anfang. Der Boden ist nicht mehr gefroren, die Temperaturen sind angenehm und unsere Fachleute haben sehr viel zu tun. Jetzt wird vieles umgesetzt, was von unseren Kundinnen und Kunden in den Winterwochen für ihren Garten geplant und erträumt wurde.“ Das kann die Planung und Anlage eines neuen Beetes sein, die Gestales ratsam, sich zu Beginn des neuen Gartenjahres für einen Gartenrundgang mit dem Landschaftsgärtner oder der Landschaftsgärtnerin des Vertrauens Anzeigensonderseite www.dereulenspiegel.de präsentiert von der und um en d R Frühling d e un um d n Seit e4 technischen Anlagen zur Gartenbeleuchtung und -bewässerung kontrolliert und auch der Gartenteich auf Vordermann gebracht werden. Der Rasen bekommt die erste Düngung, im April wird vertikutiert, um das Moos herauszuziehen, und auch die Rosen wünschen sich Aufmerksamkeit. „Viele unserer Kundinnen und Kunden kennen inzwischen die Regel: Wenn die Forsythien blühen, werden die Rosen geschnitten“, berichtet Armin Knauer und ergänzt: „Hierbei ist wichtig zu wissen, dass im Zeitraum vom ersten März bis zum 30. September laut Bundesnaturschutzgesetz auch in privaten Gärten nur ein schonender Form- und Pflegeschnitt erlaubt ist, um brütende Vögel zu schützen.“ Der Garten: ein Ort voller Möglichkeiten Ob im reinen Ziergarten oder auch im Nutzgarten mit Gewächshaus: Der Garten ist jetzt jeden Tag mehr ein Ort voller Möglichkeiten. Wer sich direkt an die Realisierung seiner Wünsche machen möchte, findet auf auf der Internetseite www.meintraumgarten.de eine Liste mit Fachbetrieben des Garten- und Landschaftsbaus in der Nähe. (Text: BGL) tung einer schattigen Terrasse im sonnenverwöhnten Bereich des Grundstücks oder der Bau eines Pools für Erfrischung an heißen Sommertagen. Die Wünsche und Vorstellungen sind hier ganz individuell und können ebenso individuell von den Expertinnen und Experten für Garten und Landschaft umgesetzt werden. Doch auch wenn keine großen Veränderungen geplant sind, ist zu verabreden. Armin Knauer: „Es gibt eine Reihe von typischen Frühjahrsaufgaben, die wir jetzt bei unserer Kundschaft durchführen. Hier oder da zeigt sich nach dem Winter eine Lücke im Beet, die mit neuen Pflanzen gefüllt werden will. An anderer Stelle ist ein Großstrauch zu beschneiden, damit er vital bleibt und sich in schöner Form entwickelt.“ Mehr noch, die Wege wollen auf Sicherheit überprüft und gereinigt, di e Das Outdoor-Wohnzimmer wartet – Frühjahr macht Lust auf Garten Endlich geht's wieder raus! Foto : BGL die 2radprofis · Bremer Str. 250 · 49086 Osnabrück · Tel. 0541 / 70 7000 www.die-2radprofis.de · info@die-2radprofis.de Ihre Profis rund ums Rad Fachgeschäft mit exklusiver Auswahl! Inhaber Jörg Wewers • Reparatur fast aller Marken • Hol- und Bringdienst • Inzahlungnahme • Leasing und Finanzierung • Ergonomie-Beratung • Testsättel / Vermessung • Kostenlose Testfahrt • Zubehör • immer ca. 200 Räder auf Lager (akz-o) Heiße Sommer, lange Trockenphasen und milde Winter stellen Gärten zunehmend vor neue Herausforderungen. Klimafitte Gärten setzen auf robuste Pflanzen, schonenden Umgang mit Wasser und naturnahe Gestaltung. So entstehen grüne Oasen, die auch unter veränderten Bedingungen vital und attraktiv bleiben. Eine zentrale Rolle spielen trockenheitsverträgliche Gehölze und Stauden. In der Broschüre „Zukunftsbäume für den Garten“ des Bundes deutscher Baumschulen e.V. werden Baumarten empfohlen, die mit Hitze und zeitweiliger Trockenheit gut zurechtkommen. Dazu zählen unter anderem die Felsenbirne, der Amberbaum, die Hopfenbuche oder die Blumen-Esche. Sie überzeugen nicht nur durch ihre Anpassungsfähigkeit, sonder n auch durch Blütenreichtum, attraktiven Fruchtschmuck oder eindrucksvolle Herbstfärbung. Im Bereich der Sträucher gelten etwa Perückenstrauch oder Sanddorn als widerstandsfähig. Bei Stauden bewähren sich Arten wie Lavendel, Salbei, Fetthenne oder Steppen-Wolfsmilch. Sie sind an sonnige Standorte angepasst und benötigen vergleichsweise wenig Wasser. Ein wichtiger Baustein klimafreundlicher Gartengestaltung und machen sie für Trockenzeiten verfügbar. Regenwasser ist kalkarm und für viele Pflanzen besonders gut geeignet. Wer Beete gezielt und durchdringend statt häufig und oberflächlich wässert, fördert zudem tiefreichende Wurzeln und erhöht die Widerstandskraft der Pflanzen. Im Zuge der Klimaanpassung rückt auch die Problematik versiegelter oder geschotterter Flächen in den Fokus. Schottergärten heizen sich stark auf, bieten kaum Lebensraum für Insekten und tragen wenig zur Kühlung des Umfelds bei. Ihr Rückbau eröffnet neue Möglichkeiten: Blühflächen mit trockenheitsverträglichen Stauden, ist das Mulchen. Eine Abdeckung aus Rindenmulch, Holzhäckseln oder mineralischem Material wie Kies reduziert die Verdunstung deutlich und schützt den Boden vor starker Aufheizung. Gleichzeitig wir dda s Bodenleben gefördert, da Feuchtigkeit länger gehalten wird und Temperaturschwankungen geringer ausfallen. Organisches Mulchmaterial verbessert darüber hinaus langfristig die Bodenstruktur. Angesichts zunehmender Trockenperioden gewinnt auch die Regenwassernutzung an Bedeutung. Regentonnen oder unterirdische Zisternen sammeln Niederschläge von Dachflächen strukturreiche Pflanzungen mit Gräsern und Gehölzen oder kleine Versickerungsflächen verbessern das Mikroklima spürbar. Selbst pflegeleichte Kiesbeete lassen sich naturnah gestalten, wenn sie mit robusten Pflanzen kombiniert werden. Klimafitte Gärten verbinden Ästhetik mit ökologischer Verantwortung. Durch die Auswahl geeigneter Pflanzen, sparsamen Wassereinsatz und lebendige Bodenpflege entstehen nachhaltige Grünräume, die zukünftigen Wetterextremen standhalten und zugleich wertvollen Lebensraum für Tiere bieten. Weitere Infos finden Sie unter www.gruen-ist-leben.de. Fit fürs Klima: Tipps für den Garten Mulchen verbessert die Bodenstruktur – Blühflächen statt Schottergärten Mehr Licht, mehr Kontraste, mehr visuelle Reize: Im Frühling sind die Augen im Alltag oft stärker gefordert als in den dunklen Monaten. Das KGS erklärt, welche Anzeichen auf eine nachlassende Sehleistung hinweisen und wann ein Check sinnvoll ist. Die Tage werden länger, die Sonne gewinnt an Kraft. Mit dem helleren Licht fallen kleine Sehschwächen plötzlich stärker auf: Straßenschilder wirken unschärfer, längeres Lesen oder Arbeiten am Bildschirm strengt mehr an. Was im Winter kaum wahrnehmbar war, springt jetzt ins Auge. Das Frühjahr ist daher ein sinnvoller Zeitpunkt, die eigene Sehleistung überprüfen zu lassen, rät das Kuratorium Gutes Sehen (KGS). Knapp zwei Drittel der Erwachsenen in Deutschland tragen Brille oder Kontaktlinsen. Gleichzeitig gehören Computer, Tablet und Smartphone für die meisten Menschen längst zum Alltag: Mehr als neun von zehn Personen ab 16 Jahren nutzen täglich digitale Endgeräte. Da sich Veränderungen der Sehschärfe meist schleichend entwickeln, bleiben sie im Alltag lange unbemerkt. Ein kurzer Seh-Check schafft Klarheit. 1. Mehr Licht zeigt Details und Sehdefizite Helles Tageslicht verbessert die Wahrnehmung. Vorausgesetzt, Brille oder Kontaktlinsen korrigieren noch optimal. Hat sich die Fehlsichtigkeit verändert, treten Unschärfen deutlicher hervor. Zum Beispiel dann, wenn die Schrift auf dem Handy verschwommen wirkt oder die Speisekarte im Straßencafé erst mit Abstand lesbar wird. 2. Digitale Belastung wirkt nach Viele Stunden vor Monitoren und Smartphones belasten Augen und Nacken gleichermaßen. Dauerhafte Naharbeit kann dazu führen, dass sich Sehdefizite durch müde oder gereizte Augen, Verspannungen oder Kopfschmerzen bemerkbar machen. Solche Beschwerden werden zunächst oft auf Stress oder zu wenig Schlaf zurückgeführt. Spezielle Bildschirmbrillen sind auf die Arbeit am Monitor abgestimmt und sorgen für entspannteres Sehen sowie eine natürlichere Kopf- und Körperhaltung. Jeder fünfte Brillenträger, der einen Computer nutzt, trägt inzwischen eine solche Bildschirmbrille. 3. Sicherheit bei Tempo und Hell-Dunkel-Kontrasten Mit Beginn der Outdoor-Saison steigen die Anforderungen an das Sehen. Beim Radfahren, Wandern oder im Straßenverkehr wechseln Licht und Schatten häufig innerhalb kürzester Zeit. Das Auge muss sich dabei Warum jetzt die beste Zeit für einen Augen-Check ist Frühjahr bringt Sehschwächen ans Licht nicht erkennen kann, sollte man seine Augen überprüfen lassen.“ Häufigkeit des Augen-Checkups richtet sich nach Alter und Beschwerden Für Kinder und Jugendliche gilt: Bei Kurzsichtigkeit oder Auffälligkeiten empfiehlt sich eine jährliche Überprüfung, bei unauffälligem Sehen in der Regel ein Sehtest alle drei Jahre. Erwachsene bis ca. 40 Jahre sollten ihre Augen bei beschwerdefreiem Sehen ebenfalls alle drei Jahre kontrollieren lassen. Zwischen 40 und 60 Jahren sind Kontrollen alle zwei Jahre sinnvoll, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Ab 60 Jahren wird ein jährlicher Check empfohlen. Treten Beschwerden auf, sollte die Sehleistung unabhängig vom Alter zeitnah beim Augenoptiker oder Augenarzt geprüft werden. Der in Berlin ansässige Verein Kuratorium Gutes Sehen e.V. (KGS) ist eine überregional arbeitende Initiative im deutschsprachigen Raum, die seit 1949 Aufklärungsarbeit rund um Gutes Sehen und Aussehen mit Brille und Kontaktlinsen leistet. WIR WÜNSCHEN FROHE OSTERN ständig neu anpassen. Gerade bei höherem Tempo entscheiden Sekunden. Wer nicht optimal sieht, erkennt Schilder, Markierungen oder Hindernisse möglicherweise zu spät, wodurch das Unfallrisiko steigt. „Gutes Sehen ist für die Sicherheit im Straßenverkehr besonders wichtig“, sagt Dr. Wolfgang Wesemann, ehemaliger Direktor der Höheren Fachschule für Augenoptik Köln und langjähriger Berater des KGS. „Wenn man ein Kfz-Kennzeichen aus 30 Metern Entfernung – das sind etwa sechs parkende Autos – mit dem linken oder rechten Auge Foto : Kuratorium Gutes Sehen e.V. (Symbolbild, KI-generiert)

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