Anzeigensonderseite www.dereulenspiegel.de Seit e2 Daniel Engel koordiniert mit einem 157-köpfigen Team die insgesamt 12 OP-Säle des ZentralOPs im Osnabrücker Klinikum. Drei weitere ambulante Operationssäle und der Sectio-OP werden durch die Teams der OP- und Anästhesiepflege bedient. Der OP-Manager muss auch dann Ruhe und einen klaren Kopf bewahren, wenn Notfälle die sorgfältige Planung zu torpedieren drohen. Wie schafft er das? Die fünfzehn OP-Säle des Osnabrücker Klinikums, sie schlafen nie. Auch an diesem späten Mittwochvormittag nicht. Monitore piepen leise, Türen gleiten lautlos auf. Über den Operationstischen leuchten helle kalte Lampen, die Gesichter der unterschiedlichen OP-Teams wirken hinter grünen Masken konzentriert. Und während der Geruch von Desinfektionsmitteln schwer in der Luft liegt und Chirurgen dabei sind, Leben von Patienten zu retten, begleiten wir Daniel Engel. Der 44-Jährige steht seit Juli 2024 als OP-Manager an der Spitze eines 157-köpfigen Teams, das im Hintergrund dafür sorgt, dass jeder der Eingriffe überhaupt reibungslos möglich ist. „Der OP ist wie ein großes Getriebe, jedes Rad muss optimal ineinandergreifen“, erklärt Engel. Noch bevor die ersten Schnitte an Patienten gesetzt werden, hat er längst kalkuliert, verschoben, telefoniert, priorisiert. Denn Engels Job ist es, die hochkomplexen Abläufe zu koordinieren und mit Zeitplänen, Personal sowie Notfällen z u jonglieren. Oft gleichzeitig, oft unter Druck. Und er selbst muss selbst dann den Überblick behalten, wenn sich Pläne im Minutentakt ändern. Wie an diesem Vormittag als ein Notfall, ein versuchter Suizid mit Schuss in den Kopf, diesen Ablauf zu kollabieren droht. Engel, der jeden So viele Läuferinnen und Läufer wi e noch nie haben am diesjährigen 12. Zoo-Charity-Lauf teilgenommen. Unterstützt wurde das Sport-Event erneut von den Hauptsponsoren TSO-DATA und der AOK Niedersachsen. Der Reinerlös kommt wie in den Vorjahren den Kinderprojekten von „Sportler 4 a childrens world“ sowie dem Sprachförderprojekt „Deutsch lernen im Zoo“ zugute. Rekord im Jubiläumsjahr: Zum 12. Mal fielen am Samstag die Startschüsse für den ZooCharity-Lauf in Osnabrück. Mit 1.083 Voranmeldungen knackte die Benefizveranstaltung bereits vor dem ersten Startschuss einen neuen Rekord. „Noch nie haben sich so viele Menschen vorab für den Zoo-Charity-Lauf angemeldet“, berichtet Philipp Bruelheide, Geschäftsführer der Zoo Osnabrück gGmbH. Auch Schirmherrin und Oberbürgermeisterin Katharina Pötter zeigt e sich begeistert von der Entwicklung der Veranstaltung: „Der Zoo-Charity-Lauf verbindet auf besondere Weise Sport, Gemeinschaft und soziales Engagement. Dass inzwischen mehr als 1.000 Menschen für den guten Zweck an den Start gehen, zeigt überaus eindrucksvoll, welchen Stellenwert die Veranstaltung in Osnabrück und der Region erreicht hat. Gleichzeitig ist es ein schönes Zeichen zum 90-jährigen Bestehen des Zoos“. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte des Zoo-Charity-Laufs im Jahr 2013 mit 130 Anmeldungen. Seitdem hat sich die Veranstaltung kontinuierlich weiterentwickelt und zählt heute zu den größten Benefiz-Laufveranstaltungen der Region. Die 115 Bambinis, die jüngsten Läuferinnen und Läufer des Tages, machten gegen 18 Uhr den Anfang. Angefeuert von Eltern, Freunden und zahlreichen Zuschauern liefen sie 800 Meter durch den Zoo. Im Anschluss erhielten alle Kinder eine Urkunde und konnten gemeinsam mit ihren Familien den Zoo erkunden. Um 18:45 Uhr fiel dann der Startschuss für den Fun-Lauf. 282 Teilnehmende gingen auf die rund drei Kilometer lange Strecke durch den Zoo. Weitere 161 Sportlerinnen und Sportler entschieden sich für die sechs Kilometer lange Nordic-WalkingStrecke. Zum dritten und letzten Mal an diesem Tag hieß es um 19 Uhr am Schölerberg „Auf die Plätze, fertig, los!“ zum 10-KilometerZeitlauf. 652 ambitionierte Läuferinnen und Läufer liefen rund um und durch den Zoo Osnabrück. Nach nur 36:34 Minuten lief Konstantin Stumpe als schnellster Mann ins Ziel. Den zweiten Platz belegte Hassan Ahmed in 38:14 Minuten vor Michael Beetz in 38:28 Minuten. Bei den Frauen setzte sich Marie Lienemann nach 42:36 Minuten durch. Auf den weiteren Plätzen folgten Stefanie Woltring (43:27 Minuten) und Annerose Rotte (48:36 Minuten). Die Erstplatzierten erhielten Zoo-Jahreskarten, die Zweit- und Drittplatzierten Tageskarten. Jahr für Jahr engagieren sich Hunderte Läuferinnen und Läufer für den guten Zweck und unterstützen dabei wichtige Projekte für Kinder und Jugendliche. Der Erlös des Zoo-Charity-Laufs geht erneut zu gleichen Teilen an den Verein „Sportler 4 a childrens world“ (S4acw) sowie an ein Sprachförderprojekt. Mit dem Projekt „Deutsch lernen im Zoo“ fördert der Zoo Osnabrück Kinder mit besonderem Sprachförderbedarf. In einem außerschulischen Lernumfeld erleben die Kinder Tiere und Natur hautnah und erweitern dabei spielerisch ihren Wortschatz sowie ihre Sprachkompetenz. „Der Zoo ist ein ganz besonderer Lernort“, erklärt Diana Coppenrath, Vizepräsidentin der Zoogesellschaft Osnabrück e.V.. „Durch direkte Erlebnisse mit Tieren und Natur können Kinder Sprache auf eine tolle Weise lernen, die nachhaltig begeistert und im Gedächtnis bleibt. Der Charity-Lauf hilft dabei, dieses wichtige Bildungsangebot langfristig zu sichern“. De r Verein Sportler 4 a childrens world setzt sich seit vielen Jahren für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen ein. Unterstützt werden u.a. Bildungs-, Gesundheits- und Hilfsprojekte im In- und Ausland. „Jede Anmeldung hilft dabei, Kindern neue Perspektiven zu eröffnen“, erklärt John McGurk von Sportler 4 a childrens world. „Wir freuen uns sehr über die enorme Resonanz und danken allen Teilnehmenden, Sponsoren und Unterstützern, die diesen Rekord möglich gemacht haben“, so McGurk. Unterstützt wird die Veranstaltung von zahlreichen Sponsoren und Partnern. Die Firma TSODATA zählt auch in diesem Jahr zu den Hauptunterstützern der Veranstaltung und übernimmt den Großteil der Veranstaltungskosten. „Als regional verwurzeltes Unternehmen unterstützen wir den Zoo-Charity-Lauf sehr gerne. Die Veranstaltung verbindet Bewegung, Teamgeist und soziales Engagement auf vorbildliche Weise“, erklärt Hendrik Vogelpohl von TSO-DATA. Ebenfalls wieder als Hauptsponsor mit dabei ist die AOK Niedersachsen, die in diesem Jahr den Druck der Startnummern ermöglicht. „Der Zoo-Charity-Lauf motiviert Menschen jeden Alters zu mehr Bewegung und verbindet Gesundheit mit gutem Zweck“, freut sich Timo Sieger von der AOK. „Diese Kombination unterstützen wir aus voller Überzeugung“. Weitere Sponsoren waren die Coca Cola, laufen-os.de, HK Medien, TUS Nahne, HSG Osnabrück, Herforder, Hennig GmbH, Getränke Weidlich, Limoment, Mader Gastro-Service und Ludwig Fresenius Schulen. (v.l.n.r.) Gaben 652 Läufern das Startsignal für den 10 Kilometer-ZeitLauf: Timo Sieger und Sascha Drogt (AOK Niedersachsen), Hendrik Vogelpohl (TSO-DATA), Diana Coppenrath (Vizepräsidentin der Zoogesellschaft Osnabrück e.V.), Katharina Pötter (Schirmherrin und Oberbürgermeisterin), John McGurk (s4acw), Philipp Bruelheide (Geschäftsführer der Zoo Osnabrück gGmbH) und Heike Beitz (s4acw). mand ihre Arbeit bemerkt. Wenn Operationen trotz unerwarteter Komplikationen weiterlaufen. Wenn OP-Teams funktionieren. Wenn aus Chaos kein Ausnahmezustand wird. Engel organisiert eben nicht einfach nur Termine, er hält ein System unter Hochspannung stabil. Doch gibt es auch etwas, was selbst einen so ruhigen Mann wie ihn stresst? Engel überlegt nicht lange, schüttelt den Kopf und sagt schmunzelnd: „Mir fällt nichts ein.“ Und dann erinnert er sich doch noch an eine Mediastinoskopie, einen minimalinvasiven Hautschnitt am Hals, um Lymphknoten zu entfernen. Und an die schwallartigen Blutungen, mit denen nicht zu rechnen war. Und was macht der 44-Jährige, wenn er einmal nicht die Abläufe am Klinikum Osnabrück steuert? „In meiner Freizeit verkrieche ich mich gerne schon einmal in die Garage und schraube an Autos herum. Meist verbinde ich aber die Zeit mit meiner Frau und den Kindern.“ Daniel Engel ist also nicht nur stressresistent und multi-tasking-fähig – er ist auch vielseitig interessiert. Zufrieden wirkt er allemal. Auch jetzt und obwohl noch ungewiss ist, was der Nachmittag noch bringen und wann für ihn Feierabend sein wird. „Mal wird es 16 Uhr, mal wird es 18 Uhr.“ Engel nimmt es gelassen. Wichtig ist ihm, alles im Blick zu behalten – insbesondere die Menschen. Denn im OP mit seinen 18 Sälen zählt für ihn nicht nur Effizienz, sondern vor allem ein reibungsloser Ablauf zum Wohl der Patienten. „OP & Intensiv Hautnah“ Das Klinikum Osnabrück am Finkenhügel öffnet für Sie die Türen der neuen OP-Räume am: Sonntag, 28. Juni 2026 von: 11:00 – 16:00 Uhr. Türen der neuen OP-Räume am: Morgen um kurz nach fünf aufsteht und erst einmal einen Kakao trinkt, wirkt ruhig. „Bis mein Puls von 60 auf 63 steigt, muss schon jede Menge passieren. In Notsituationen den Überblick zu behalten, das ist schon eine Stärke von mir“, gibt er offen zu und lacht. Bislang zeichnet sich der gelernte Gesundheits- und Krankenpfleger durch einen außergewöhnlich zielstrebigen Werdegang aus: Bereits früh strebte er die Fachweiterbildung im Operationsdienst an und krönte seinen Karriereweg später erfolgreich mit einem Masterabschluss im Wenn Planung Leben rettet Teilnehmerrekord im Jubiläumsjahr Er weiß, er ist Taktgeber eines Systems, das hochpräzise funktionieren muss. Egal ob Ressourcen klug einzusetzen oder Teams zielgerichtet zu führen sind. Aus einem sensiblen System macht der gebürtige Mettinger ein funktionierendes Ganzes. “Gleichwohl“, erklärt er, „müssen auch unter höchstem Druck Qualität und Sicherheit an erster Stelle stehen.“ Zu 75 Prozent weiß er, was täglich auf ihn zukommt. „Der Rest ist Notfall-Geschäft, was nicht planbar ist. Egal wie gut du den Tag vorbereitet hast“, sagt er. Insgesamt 14.041 Operationen sind im vergangenen Jahr am Finkenhügel durchgeführt worden – in fünfzehn OPSälen. Im Rahmen des Umbaus und der Vergrößerung di e noc h bis Ende 2026 andauert, kommen noch weitere drei Säle dazu. Stellt ihn das vor eine neue Herausforderung? „Klar, das ist schon ein riesiger logistischer Aufwand. Aber es macht auch Spaß, wenn es gelingt.“ Gesundheitsmanagement. Mittlerweile fängt Engels Arbeitstag am Finkenhügel zwischen sieben und halb acht an. Dan n beginnt er, sich bereits Gedanken über den nächsten Tag zu machen. Und zwischendurch eilt er immer wieder zu Terminen. „Es geht dann um strategische Entwicklungen oder betriebswirtschaftliche Kennzahlen“, erläutert er. Engel muss dann herausfinden, wie gut das Klinikum ist und wo es sich noch verbessern kann. Denn der Operationsbereich eines Krankenhauses ist auch dessen empfindlichster Motor: teuer, komplex – und anfällig für Störungen. „Wenn hier Zeit verloren geht, geraten Abläufe im ganzen Haus ins Stocken. Wenn Kommunikation versagt, entstehen Risiken für Patienten. Und wenn Planung fehlt, steigt die Belastung für alle Beteiligten“, bringt Engel es auf den Punkt. Die Bedeutung seines Teams zeige sich deshalb gerade meist dann, wenn nieDaniel Engel lenkt und steuert am Klinikum alle Operationen 12. Zoo-Charity-Lauf: 1.210 Menschen liefen für den guten Zweck Daniel Engel Foto: Monika Vollmer Auch als kostenlose Online-Ausgabe für alle Smartphones, Tablets &Co. www.dereulenspiegel.de Verlosungen, Berichte, Aktuelles, u.v.m. Die Osnabrücker Szene im Netz: Werde Teil der Facebook-Gruppe: Facebook.com /eulenspiegel Osnabrück Foto: Zoo Osnabrück/ Lara Holzkamp
RkJQdWJsaXNoZXIy MjU4