genform aus einer dicken Rindenschicht von anderen Baumarten besteht. Die Gruppe der „würzenden Erzeugnisse“ in den Leitsätzen ist ähnlich vielfältig, wie die der Gewürze. Die Leitsätze umfassen hier Produktbeschreibungen hinsichtlich Zusammensetzung und Bezeichnung. Beispiele für würzende Erzeugnisse: Die Würzmarinaden sind neu in die Leitsätze aufgenommen worden. Sie sind nicht zum Direktverzehr gedacht, sondern werden zum Würzen mit anderen Lebensmitteln vermengt, wie beispielsweise mit Gemüse oder Fleisch. Die Art der Würzmarinade, die Geschmacksrichtung und der Verwendungszweck sind hierbei ausschlaggebend für die Bezeichnung. Hier gibt es zum Beispiel „Kräutermarinade“, „Currymarinade“ oder „Grillmarinade“. Bei den Würzsoßen wurde ebenfalls einiges geändert. Es wurden Soßen in den Leitsätzen gestrichen, die so im Handel nicht mehr zu finden sind – wie beispielsweise die „Ketchupsoße“ – und es kamen Würzsoßen hinzu, wie die „Worcestersoße“ und „Sambal Oelek“, die nun erstmalig in den Leitsätzen beschrieben werden. Die Neubeschreibung der Sojasoßen bildet die immense Vielfalt unterschiedlicher Rezepturen und kulinarischer Traditionen ab und führt „Shoyu“ und „Tamari“ als besondere Herstellungsweisen auf. „Shoyu“ bezeichnet ein Herstellungsverfahren unter Verwendung von Weizen, „Tamari“ ein Herstellungsverfahren ohne Verwendung von Weizen. Sojasoßen sind flüssige, würzende Erzeugnisse von hellbis rotbrauner Farbe. Sie werden unter Verwendung von Wasser, Sojabohnen, Salz und gegebenenfalls weiteren Zutaten hergestellt. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und mehr über die Welt der Gewürze in den Leitsätzen der Deutschen Lebensmittelbuch-Kommission erfahren möchte, wird auf der Internetseite der DLMBK schnell fündig. (Text: BZfE) Seite 9 präsentiert von Fischhandel • Mittagstisch • Catering Auch zum Mitnehmen: Mo. - Fr. 10 - 15 Uhr Gerne nach Absprache zu Ihrem Wunschtermin TÄGLICH FRISCHER FISCH • GERÄUCHERTE SPEZIALITÄTEN • GESUNDER MITTAGSTISCH • FISCHPLATTEN FÜR JEDEN ANLASS • Fischhandel Prinz - Karl Prinz OHG Mühleneschweg 17 - 49090 Osnabrück Tel: (05 41) 61330 - www.fisch-prinz.de Öffnungszeiten Mo. - Fr. 8-18Uhr Sa. 8 - 13 Uhr P inz r I F N F SCH EI KOST ad e Tr ition s it 1950 Von Blättern, Samen und Früchten bis hin zu Wurzeln – der Ursprung von Gewürzen ist so vielfältig wie ihre unterschiedlichen Aromen. Die zahlreichen Varianten beschreibt die Deutsche Lebensmittelbuch-Kommission (DLMBK) in ihren „Leitsätzen für Gewürze und andere würzende Erzeugnisse“. Diese wurden 2025 umfassend überarbeitet veröffentlicht, um sie an die Entwicklungen auf dem Markt anzupassen. Die Leitsätze unterscheiden (wie schon der Name verrät) zwischen den klassischen Gewürzen und den würzenden Erzeugnissen. Für die große Anzahl der aufgeführten marktrelevanten Gewürze werden vorrangig die verwendete Pflanze bzw. deren Teile benannt. Drei Beispiele: Bei Bockshornklee ist in der neuen Fassung der Leitsätze der Unterschied zwischen getrockneten Blättern und Samen deutlich gemacht worden. Wird das Gewürz lediglich als „Bockshornklee“ bezeichnet, so handelt es sich um die Samen. Beide Pflanzenteile werden als Gewürz verwendet und das typische Aroma von Bockshornklee verleiht Gerichten einen würzig-bitteren Geschmack. Die Blätter eignen sich zum Verfeinern und aromatisieren in Currys, Masalas, Gemüsegerichten, bei Hühnchen und Käse. Bockshornkleesamen sind oft die Basis vieler Gewürzmischungen oder verfeinern als Sprossen den Salat. Kardamom gehört zur Familie der Ingwergewächse. Das Gewürz, das ebenfalls häufig in Gewürzmischungen eine Rolle spielt, ist in seinen unterschiedlichen, gemahlenen Darreichungsformen in den Leitsätzen konkret beschrieben. Zum einen gibt es „Kardamom in der Schale gemahlen“, dies sind die gemahlenen Fruchtkapseln. Zum anderen gibt es „Kardamomsaat“, das sind die von der gesamten Fruchtwand befreiten Samen, die auch gemahlen werden können. Das Aroma von Kardamom ist süßlich, blumig , fruchtig und leicht scharf. Der Geruch ähnelt Kampfer und Eukalyptus. Kardamom wird häufig in indischen sowie asiatischen Gerichten verwendet. Zimt ist ein Rindengewürz aus der Rinde des echten Zimtbaumes, das in Form von Rollen, Stangen, Bruch, Schrot oder gemahlen als Pulver angeboten wird. Der Ceylon-Zimt in Stangenform besteht aus mehreren dünnen Rindenschichten, wohingegen Cassia-Zimt in StanKaum ein Gemüse leuchtet so intensiv wie Rote Bete. Sie sticht nicht nur optisch hervor, sondern auch in Sachen Nährstoffe und Geschmack. Wer sie nur vorgekocht aus dem Glas oder eingeschweißt kennt, verpasst einiges. Rote Bete schmeckt erdigmild und leicht süßlich. Je nach Zubereitung verändert sich der Geschmack deutlich: So ist sie roh herber, gekocht süßlicher und geröstet aromatischer. Botanisch gehört Beta vulgaris subs. vulgaris zur Familie der Fuchsschwanzgewächse und ist eng mit Mangold und Zuckerrübe verwandt. Die runde bis längliche Knolle wächst unter der Erde. Was viele nicht wissen: Auch die grünen, leicht rötlichen Blätter sind ebenfalls essbar, beispielsweise roh als Salat, gedünstet oder in Suppen und Eintöpfen – am besten in Bio-Qualität. Ältere große Blätter werden besser gegart, da sie roh etwas zäh sind. Rote Bete wächst besonders gut auf humosen, nährstoffreichen Böden in sonnigen Regionen, wie sie beispielsweise in der Lüneburger Heide oder Bayern zu finden sind. Frische Freilandware aus regionalem Anbau – ob konventionell oder in Bio-Qualität – gibt es bereits von Juni an, aber die Hauptsaison ist von September bis März. Ab Dezember kommt Rote Bete aus heimischer Produktion meist als Lagerware in den Handel. Übrigens muss Bete nicht immer tiefrot sein: Es gibt auch pinke, gelbe, weißfleischige und rotweiß geringelte Sorten, die rund, zylindrisch oder kegelförmig sein können. Je intensiver die Farbe, desto aromatischer der Geschmack. Es lohnt sich, die verschiedenen Varianten zu probieren . Beim Einkauf sind feste, glatte Knollen mit unverletzter Schale zu bevorzugen. Kleine und mittelgroße Exemplare sind meist besonders zart. Um den leicht erdigen Geschmack großer Knollen zu mindern, können Eisen. Beide Stoffe fördern die Zellbildung und die Bildung roter Blutkörperchen. Damit der Körper das pflanzliche Eisen besser aufnimmt, empfiehlt es sich, Rote Bete mit Vitamin-C-haltigen Zutaten wie Äpfeln, Orangen, Zitronensaft oder Sauerkraut zu kombinieren. Mit nur 40 Kilokalorien pro 100 Gramm ist sie kalorienarm, sättigt aber dank ihrer Ballaststoffe dennoch gut. Die Knolle enthält auch Oxalsäure (wie Spinat und Rhabarber), vor allem roh, was beispielsweise für Nierenkranke problematisch sein kann. Oxalsäure ist aber wasserlöslich und reduziert sich durch das Garen, das Kochwasser wird nicht weiterverwendet. Zudem empfiehlt sich die Zugabe von Milchprodukten, da deren Calcium die Oxalsäure bindet und so neutralisiert. Klassiker wie norddeutscher Labskaus oder Heringssalat oder russischer Borschtsch, enthalten traditionell Rote Bete. Aber egal ob gegart, geröstet oder roh – die Knolle ist vielfältig verwendbar. Um Farbe und wertvolle Inhaltsstoffe bestmöglich zu bewahren, sollte man sie mit Schale kochen oder im Ofen garen. Die Schale lässt sich danach mühelos abziehen. Etwas lästig ist, dass Rote Bete stark färbt. Schürze und Einmal-Handschuhe schützen beim Schälen und Schneiden. Verfärbte Finger lassen sich aber meist gut mit Zitronensaft reinigen. Ob als Rohkost-Carpaccio mit Orangen, cremige Suppe mit Meerrettich und Forellenfilet oder lauwarmes Ofengemüse mit Ziegenkäse oder kurzgebratenem Fleisch – Rote Bete bringt Farbe und Abwechslung in die Winterküche: gesund, regional und herrlich vielseitig. (Text: Verena Dorloff, bzfe.de) Rote Bete hat Farbe, Geschmack und Nährstoffe Eine Knolle mit Charakter Kreuzkümmel oder etwas Zitronensaft beim Kochen helfen. Im Kühlschrank bleibt frische Rote Bete, ohne Blätter und in ein feuchtes Tuch gewickelt, bis zu zwei Wochen lang haltbar. Ihre leuchtende Farbe verdankt die Rote Bete dem Farbstoff Betanin, einem sekundären Pflanzenstoff aus der Gruppe der Flavonoide. Betanin wirkt antioxidati v und schützt die Zellen vor freien Radikalen. Zudem liefert Rote Bete viel Folsäure und Leitsätze für Gewürze aktualisiert Von Anis bis Zimt Foto: pixabay www.huxmuehle.de Ostersonntag e n servi re wir Mittagsmenüs e ) abends geschloss n! ( Ostermontag: a h b 12 U r d än i urchg g g f e geöf n t R s re ie ch it ! e ervie n S re tze ig Montag bi s Samstag ab 17 Uhr Sonn - und Feiertags ab 12 Uhr Donnersta g Ruhetag Alkoholfreie Biere sind die am schnellsten wachsende Sorte auf dem deutschen Biermarkt. Nach Angaben des Deutschen Brauer-Bundes und Daten des Marktforschungsunternehmens NielsenIQ haben alkoholfreie Biere und Biermischgetränke im Jahr 2025 beim Umsatz im Handel erstmals die 10-ProzentMarke überschritten. Auch beim Marktanteil könnte die Schwelle noch in diesem Jahr erreicht werden. „Die 1.500 Brauereien in Deutschland bieten eine enorme Vielfalt alkoholfreier Marken an, die ebenfalls nach dem Reinheitsgebot gebraut werden. Wegen der steigenden Beliebtheit dieser Biere sind wir mittlerweile zum größten Markt für Alkoholfreies in Europa geworden. Die Menschen suchen nach hochwertigen, geschmackvollen Bieren, die zu jeder Lebenslage passen, und wir freuen uns, ihnen diese Vielfalt bieten zu können", sagte Christian Weber, Präsident des Deutschen Brauer-Bundes, in Berlin. Er hob die Innovationskraft der überwiegend mittelständischen und handwerklichen Brauereien in Deutschland hervor, die nicht nur im Bereich alkoholfreier Biere und Erfrischungsgetränke sehr erfolgreich seien, sondern auch mit saisonalen Spezialitäten, regionalen Bierstilen und Craftbieren die Vielfalt bereichern. In der Beliebtheitsskala der Deutschen hat sich das Alkoholfreie mit aktuell 9,5 Prozent Marktanteil bereits auf Platz 3 vorgearbeitet - unangefochtener Marktführer aber bleibt Pils mit knapp 50 Prozent Marktanteil. Auf Platz 2 landet die ebenfalls wachsende Kategorie der Hellbiere (ca. 12%), die bundesweit immer mehr Konsumenten begeistert. Mit ihrem milden, ausgewogenen Geschmack, einer moderaten Bittere und hoher Trinkbarkeit sprechen Hellbiere eine breite Zielgruppe an, vom klassischen Bierliebhaber bis hin zu jüngeren und genussorientierten Konsumenten. Der Deutsche Brauer-Bund sieht in dieser Entwicklung ein starkes Signal für die Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit der deutschen Brauwirtschaft - und für die anhaltende Attraktivität der deutschen Bierkultur insgesamt. Die mit Abstand meisten Biere werden in Deutschland weiterhin in Mehrwegflaschen verkauft. Der klassische 20er-Mehrwegkasten behält einen Marktanteil von rund 50 Prozent. Mit einem Mehrweganteil von insgesamt knapp 80 Prozent übertreffen die Brauereien als einzige Branche der Getränkewirtschaft das im Verpackungsgesetz der Bundesregierung festgehaltene umweltpolitische Ziel von 70 Prozent. Insgesamt war der Biermarkt in Deutschland 2025 rückläufig. Wie das Statistische Bundesamt heute berichtete, ging der Bierabsatz im vergangenen Jahr um 6 Prozent zurück. In den Destatis-Zahlen sind alkoholfreie Biere und Malztrunk nicht enthalten. 82,5 Prozent des Bierabsatzes waren 2025 für den Inlandsverbrauch bestimmt. Als einen der Hauptgründe für den Rückgang des Bierabsatzes in Deutschland wie auch in vielen anderen Ländern Europas nennt der BrauerBund das Konsumklima. „Die Brauereien bekommen ähnlich wie Handel und Gaststätten die massive Konsumzurückhaltung der Verbraucher zu spüren", so DBB-Hauptgeschäftsführer Holger Eichele. Die Situation der Gastronomie sei weiterhin besorgniserregend, viele Betriebe hätten sich seit der Pandemie nicht erholt. Auch die große Marktmacht des Handels bleibe für die Braubranche ein Problem. Vor dem Hintergrund, dass auch 2026 ein sehr forderndes Jahr für die gesamte Getränke- und Lebensmittelwirtschaft sein werde, fordert der Branchenverband entschlossenere Anstrengungen der Politik insbesondere in der Energiepolitik und beim Bürokratieabbau. Auch wenn die Brauwirtschaft sich in den vergangenen Jahren als resilient und krisenfest erwiesen habe und es vielen Unternehmen gelungen sei, neue Märkte und Zielgruppen zu erschließen, stehen die Brauereien auf der Kostenseite weiterhin massiv unter Druck. Energie sei neben den Löhnen der größte Kostentreiber. Informationen im Internet unter: www.unser-bier.de Pils ist am beliebtesten, Alkoholfreies holt auf Vielfalt auf dem Biermarkt
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