eulenspiegel - Ausgabe 830

Gesundheit & Pflege Anzeigensonderseite Seite 7 Deutschland hinkt bei der Gesundheitsvorsorge im internationalen Vergleich hinterher und selbst die bestehenden Angebote werden von der Bevölkerung nur mäßig angenommen. Das zeigt der neue Gesundheitsmonitor 2026 von Pharma Deutschland, für den das Meinungsforschungsinstitut Civey rund 5.000 Menschen repräsentativ befragt hat. Besonders auffällig: Apotheken als niedrigschwellige, wohnortnahe Anlaufstellen für Prävention werden zu wenig genutzt - gerade einmal 3,1 Prozent der Befragten haben dort in den vergangenen zwei Jahren ein Angebot wie etwa Blutdruckmessung wahrgenommen. Dabei bieten Apotheken schon heute gute pharmazeutische Dienstleistungen zur Früherkennung an, und mit der im Dezember 2025 vom Bundeskabinett beschlossenen Apothekenreform werden ihr e Möglichkeiten noch erheblich ausgeweitet. Doch der Gesundheitsmonitor belegt: Das Bewusstsein in der Bevölkerung, dass die niedrigschwelligen Angebote da sind, ist noch steigerungsfähig. Während klassische Angebote wie Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt (58,7 Prozent) und Impfungen (61,3 Prozent) von der Mehrheit genutzt werden, werden niedrigschwelligere Vorsorgeangebote deutlich weniger genutzt. Digitale GesundheitsApps nutzen 6,5 Prozent der Befragten. Bei Ernährungsberatung sind es 5,7 Prozent, bei zertifizierten Sport-Präventionskursen sogar nur 5,3 Prozent. 19,8 Prozent der Menschen geben sogar an, in den vergangenen zwei Jahren überhaupt keines der abgefragten Vorsorgeangebote genutzt zu haben. Besonders stark ist dieser Anteil bei de n 40 bis 49-jährigen (28,6 Prozent), bei Arbeitnehmern in körperlichen Berufen (30,9 Prozent) und bei ledigen Personen (30,6 Prozent). Auch regional zeigen sich Unterschiede. In Sachsen haben nur 47,1 Prozent der Befragten Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen - in Schleswig-Holstein sind es 60,4 Prozent. Die Impfquote ist in - Sachsen mit 49,8 Prozent vergleichsweise niedrig, in den Stadtstaaten Berlin (66,1 Prozent) und Bremen (64,4 Prozent) dagegen überdurchschnittlich hoch. Zudem nutzen höher qualifizierte Menschen mit Studienabschluss messbar häufiger Vorsorgeangebote (64,2 Prozent bei Untersuchungen, 65,4 Prozent bei Impfungen) als Menschen mit Berufsausbildung (55,9 bzw. 58,2 Prozent). Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland, ordnet die Ergebnisse ein: „Bei der niedrigschwelligen Vorsorge hinken wir international hinterher - und das doppelt: Die deutsche Präventionsinfrastruktur ist im europäischen Vergleich unterentwickelt und unsere Umfrageergebnisse zeigen, dass selbst die bestehenden Angebote von einem Fünftel der Bevölkerung gar nicht angenommen werden. In den aktuellen Gesetzgebungsverfahren wie zum Beispiel de r Apothekenreform finden sich gute Ansätze, um die Prävention stärker dort anzubieten, wo die Menschen im Alltag ohnehin sind: in der Apotheke um die Ecke oder bei digitalen Angeboten. Jede Chance, die Gesundheitsprävention zu stärken, sollte genutzt werden. Dabei helfen echte Anreize, verständliche Aufklärung und niederschwellige Angebote.“ Jetzt neu: Auch in OS-Weststadt Horst-Koesling-Schule / Ernst-Sievers-Str. 45 Bad Essen • Bad Iburg • Bad Laer • Belm • OS Atter & OS Weststadt Dienstleistung na h am Menschen fü r mehr Lebensqualität Am Kapellenweg 7 2 49492 Westerkappeln E-Mail: info@seniorenunterstuetzung-mit-herz.de Tel.: 05404 - 899 88 93 www.seniorenunterstuetzung-mit-herz.de Wir sind für Sie da! Wir unterstützen mit Herz im Alltag, egal ob Hauswirtschaft, Begleitung oder Betreuung für Menschen jeden Alters. Auch für werdende Mütter sowie für Familien. Ob kurzfristig oder langfristig, wir stehen an ihrer Seite! 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Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 535.035 Menschen mit diesen besonderen Präventionsleistungen versorgt, zu denen etwa die Erhebung des Mundgesundheitsstatus, die Erstellung eines Mundgesundheitsplans, die Mundgesundheitsaufklärung oder die zusätzliche Entfernung harter Zahnbeläge gehören. Zum Vergleich: 2023 waren es 452.280 Patientinnen und Patienten. Damit setzt sich die seit Einführung dieser Leistungen anhaltende positive Entwicklung fort. „Der seit Jahren kontinuierliche Aufwärtstrend bei der Inanspruchnahme der Präventionsleistungen für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen zeigt, wie wichtig dieses Angebot für die Betroffenen ist. Unser Bericht spiegelt zudem die Ergebnisse der jüngsten Deutschen Mundgesundheitsstudie wider, die zeigen, dass die von uns entwickelten und speziell auf diese Patientengruppe zugeschnittenen Leistungen nachhaltig wirken und die Mundgesundheit der vulnerablen Gruppen dauerhaft verbessern. Unser Präventionsansatz ist umso bedeutsamer, da Mundgesundheit und orale Lebensqualität entscheidende Faktoren für die Allemeingesundheit sind“, sagt Martin Hendges, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV. Auch die Zahl der Besuche im Rahmen der aufsuchenden Versorgung stieg im Jahr 2024 erneut: Mit einem Anstieg auf mehr als 1,1 Millionen wurde ein Zuwachs von 6,2 Prozent erreicht. Der überwiegende Teil dieser Besuche erfolgte im Rahmen der aufsuchenden Betreuung in Pflegeeinrichtungen mit Kooperationsvertrag nach § 119b SGB V. Im Jahr 2024 zählte die KZBV insgesamt 7.483 Kooperationsverträge, was einem bundesweiten Abdeckungsgrad der Pflegeheime von 41,3 Prozent entspricht. „Die hohe Inanspruchnahme dieser Leistungen vor dem Hintergrund eines rasant fortschreitenden demografischen Wandels zeigt aber auch, dass wir hier nicht stehen bleiben dürfen. Wichtig ist, das Angebot der aufsuchenden Betreuung auf weitere Wohnformen auszudehnen, um möglichst alle Anspruchsberechtigten zu erreichen. Wir appellieren daher an die Bundesregierung, die Kooperationsverträge neben Pflegeeinrichtungen auch auf Einrichtungen der Eingliederungshilfe (Behinderteneinrichtungen) auszuweiten“, so Hendges. Weitere Infos finden Sie unter www.kzvb.de. Präventionsleistungen für Pflegebedürftige weiter im Aufwärtstrend KZBV legt aktuellen Bericht vor BÄM – fertig: Riesig war die Freude der Pflegefachkräfte aus Indien und dem Iran, als sie nach dem erfolgreichen Abschluss der Kenntnisprüfung ihre Urkunden in den Händen hielten. Für die 12 qualifizierten Pflegefachkräfte bedeutet dies auch den Start in den Beruf bei Einrichtungen im Landkreis Osnabrück. Zufriedene Gesichter gab es aber auch bei den Netzwerkpartnern und - partnerinnen, die gemeinsam die internationalen Fachkräfte erfolgreich aus dem Ausland angeworben hatten. Mit dem Kooperationsprojekt wollen die Partner dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenwirken. Zum Rekrutierungsnetzwerk gehören neben Landkreis und Stadt Osnabrück, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Osnabrücker Land (WIGOS), die Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO), die Agentur für Arbeit, die RKW Nord GmbH und auch die Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa) sowie die Rekrutierungsagentur Alfa Personnel Care. Insgesamt nahmen 27 Pflegefachkräfte sowie vier Auszubildende zur Pflegefachkraft im Landkreis Osnabrück teil. Der Startschuss für das Kooperationsprojekt fiel im Herbst 2023. Noch in diesem Jahr reisen weitere angehende Pflegefachkräfte ein, um zukünftig in der Region zu arbeiten. Die angeworbenen Talente kommen aus Indien und Iran und sind teilweise direkt mit ihren Lebenspartnern eingereist. In anderen Fällen ist der Familiennachzug nach erfolgreicher beruflicher Anerkennung vorgesehen. „Was ihr in den letzten Monaten geleistet habt, verdient großen Respekt. Ein neues Land, eine neue Sprache, neue Anforderungen, neue Arbeitsweisen – all das zu meistern ist alles andere als selbstverständlich. Darauf könnt ihr wirklich stolz sein. Herzlichen Glückwunsch zur Anerkennungsprüfung“, betonte gsm bedankte sie sich bei allen Beteiligten, die den Erfolg möglich gemacht haben: „Wir wissen auch: So ein Erfolg entsteht nicht allein. Deshalb möchten wir uns ganz ausdrücklich auch für unsere Gesellschaft.“ Auch Jens Müller (Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Osnabrück) hob die Bedeutung des Projekts hervor: „In nahezu allen Branchen fehlt es an Arbeitsund Fachkräften. Ohne Beschäftigte aus dem Ausland geht es insbesondere im Pflegesektor bereits heute nicht mehr. Durch den demografischen Wandel befürchten wir eine noch größere Lücke, die wir auch durch Rekrutierung aus dem Ausland füllen können.“ Dass die Anwerbung nachhaltig erfolgreich war, zeigen die Zukunftspläne der jungen Frauen: Sie bleiben allesamt in den Einrichtungen beschäftigt, in denen sie ihren Einsatz als Pflegekraft starteten. In einem sind sich die Netzwerkpartner und –partnerinnen einig: „Für die Pflege in der Region sind die Talente ein großer Gewinn.“ Indische und iranische Pflegefachkräfte erhielten Berufsausübungsurkunden „Großer Gewinn für die Pflege in der Region“ Stefanie Weber vom Fachkräftebüro der WIGOS, bei der Anerkennungsfeier im Café Herr von Butterkeks in Osnabrück. Die WIGOS hatte die Veranstaltung organisiert. Gemeinsam mit Elana Turrell und Sahra Muse von der Agentur bei den Praxisanleiterinnen und Praxisanleitern, bei den Betrieben sowie bei allen Netzwerkpartnerinnen und -partnern bedanken.“ Und Sahra Muse von gsm betonte: „Ihr seid nicht nur Pflegefachkräfte – ihr seid eine echte Bereicherung für die Teams, für die Einrichtungen und

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