eulenspiegel - Ausgabe 828
auc h seh r glücklich , a m Heilige n Aben d nac h Hause , in unse r kleine s Dor f im Sauerland , zu meine n Elter n fahre n zu dürfen . Vormittag s noc h gearbeite t - schnel l in mein e Wohnun g - Sa- che n zusammengepack t - dan n noc h ins Kaufhaus , wo ich noc h ei n bestellte s Geschen k für mei- ne Mutte r abholt e - un d ab gings Richtun g Grenze . Kur z vo r de m Grenzübergan g tra t natürlic h ei n wa s ic h scho n erwarte t hatte : Alle s voll . Wa s hie r los wa r - all e wollte n Weihnachte n nac h Hau- se . Ic h grif f nebe n mich , u m di e Papier e für de n Grenzübertrit t para t zu haben . Ic h grif f ins Leere ! Nichts ! Gan z plötzlic h wurd e mi r panikarti g klar : au f de m Sit z -vorne-unten-hinten - kein e Handtasche . Mein e Hand- tasche ! Mi t alle n Papieren ! Woh- nungsschlüssel ! All mei n Geld ! Nein ! Nein ! Nein ! Ic h überlegt e fieberhaft . Wo ? Wo? Wo? Arbei t - dan n Wohnun g - Kaufhau s - Kaufhaus ? Da s wa r es ! Oh nein ! Ich hatt e doc h di e Tasch e wiede r ma l au f da s Autodac h gestell t (wi e ich es leide r imme r mache ) - de n Einkauf , da s Geschen k für Mam a eingelade n - un d di e ES WAR EINMA L ... zu m Beispie l gester n - das s ic h wiede r einma l Kinde r vo n de r Existenzfrag e de s Weihnachtsmannes fachsim- pel n hörte . Un d dabe i mußt e ic h an di e zweifelnde n Frage n den- ken , di e ich selbs t al s Kind zu r Weihnachtszei t an mein e etwa s größere n Geschwiste r stellte . „Du , komm t de r so ech t vo n da oben , so richti g mi t de n Pony s ode r Rentiere n aus’ m Himme l un d so? " „N a kla r - ehrlich", wa r di e Antwor t gefolg t vo n detaillier- te n Beschreibungen . Unerklär- liches , Legend e un d Dazuerfun- dene s - imme r wiede r neu . Ic h wa r schon ei n gutgläubiges , klei- ne s Mädchen . Ja , un d ebe n da s alle s erinner t mic h an mei n schönste s Weihnachte n vo r vie- le n Jahren . Ich werd e diese s Weihnachten , diese n Heilige n Aben d 198 5 woh l niemal s ver- gessen! Un d da s ka m so : Ic h lebt e nu n scho n ei n Jah r in de r große n Stad t un d si e wa r mi r imme r noc h fremd . Ic h hatt e mic h noc h nich t an Berli n gewöhn t un d ich hatt e auc h imme r noc h kein e Freunde . Deshal b wa r ich dan n Handtasch e natürlic h au f de m Dac h meine s Auto s stehe n las- sen. Zurüc k zu r Stadt . 25 Kilometer . Scho n fas t Abend . Da s Kauf- haus , all e Geschäft e hatte n heu- te a m Heilige n Aben d längs t zu. Ich hatt e die vag e Hoffnung , di e Tasch e könn e noc h au f de m Parkplat z liegen . Di e Stadt , de r Parkplat z wa r leer . Es regnete . Natürlic h - kein e Handtasche . Kein Auto . Kei n Mensch . Nichts . Mein e Pani k began n eine r gren- zenlose n Verzweiflun g zu wei- chen . Un d selbs t wen n jetz t je- man d dagewese n wär e - we r un d wi e hätte ma n mi r helfe n sollen . Ic h hatt e nich t ma l zwanzi g Pfen- ni g zu m Telefonieren . In mein e klein e Dachwohnun g konnt e ic h auc h nich t zurüc k - de r Schlüsse l wa r in de r Handtasch e un d de r Vermiete r scho n vorgester n in de n Winterurlau b abgereist. So sa ß ich im Rege n a m Heilige n Aben d au f de m Trittbret t meine s alte n VW-Käfe r un d weint e gan z einfach . Ich weint e bitterlich . Je meh r ich mi r übe r mein e Lag e kla r wurd e un d das s Mam a un d Pap a scho n au f mic h wartete n - es wurd e imme r schlimmer . Di e Träne n ranne n un d rannen . Ic h wa r an diese m Aben d de r ein- samst e Mensch . Ic h heult e lau- ter un d schluchzte . Und ich be- merkt e nich t di e Gestalt , di e au f mic h zuka m un d nu n vor mi r stand . Ers t al s mic h ein e Han d berührt e un d jeman d sagte : „Aber , abe r Mädchen , we r wir d den n soo o weinen?! ” - erschra k ich un d blickt e niedergeschla- ge n un d erschrocke n an eine m große n Man n hoch . Ich traut e meine n Auge n nicht. „Alles hal b so schlimm” , sagt e er. Un d er stellt e mi r mein e Handtasch e in de n Schoß . Ich wußt e nicht s meh r zu Denke n un d zu Sagen . Ich stammelt e nur : „Aber.. . abe r wi e sin d Si e ... wohe r komme n Sie? ” Un d er sprac h gan z selbstverständlich : „Abe r weiß t du wirklic h nich t wohe r ich komm e un d we r ic h bin? " - un d deutet e au f seine n dicken , rote n Mante l un d de n lange n weiße n Bart . „FROH E WEIHNACHTEN! ” rie f er un d wa r schnel l verschwunden . Ich blick- te au f un d merkt e ers t jetzt , da ß sic h de r Rege n scho n lang e in Schne e verwandel t hatte . De r große , leere , feuchte , grau e Parkplat z la g vo r mi r in herrlic h glitzernde m Weiß. Tie f seufzen d öffnet e ic h di e Handtasch e - es wa r alle s darin . Un d obenau f lag ein kleine s Weihnachtspäck- che n mi t eine m Präsen t un d Süßigkeiten , wi e es sie nu r zu Weihnachte n gib t - solch e Prä- sente , di e au f Parkplätze n dan n üblicherweis e verteil t werden . Ich hab e ni e herausgefunden , we r mi r damal s am Heilige n Abend die Handtasche auf mein e tränen - un d regennasse n Kni e setzte . Abe r für mic h wir d es bestimm t da s schönst e Weih- nachte n meine s Leben s bleiben. Unte r de m Mott o „Au f das , wa s wirklic h wichti g ist “ engagiere n sic h di e Stadtwerk e Osnabrüc k auc h in diese m Jah r für ei n warmes , solidarische s Miteinan- de r in de r Adventszeit . So be- teilige n sic h di e Mitarbeitende n erneu t an de r Aktio n Kinderwün- sch e de r Bürgerstiftun g Osna- brück . Zude m geh t di e traditio- nelle Stadtwerke-Weihnachts- spend e in Höh e vo n 4.000 Eur o in diese m Jah r an de n Kinder- hospizdiens t Osnabrück . Wi e scho n in de n Vorjahre n wur- de n in de r Stadtwerke-Zentral e an der Alte n Poststraß e sowi e im Verwaltungsbereic h a m Klärwer k Eversbur g wiede r mi t Wunsch- zetteln geschmückte Weih- nachtsbäum e aufgestellt . Di e vo n soziale n Einrichtunge n ein- gereichte n Kinderwünsch e wur- de n in Rekordzei t „gepflückt“ , erfüll t un d als liebevoll verpackt e Geschenk e zurückgebracht . „E s ist beeindruckend , wi e star k de r Zusammenhal t un d di e Hilfsbe- reitschaf t be i un s im Tea m Stadtwerke gelebt werden“, betont Personalchefin Mare n Fathmann . Da s kommunal e Unternehme n unterstütz t alljährlic h mi t seine r Weihnachtsspend e eine n sozia- le n ode r gemeinnützige n Zwec k in Osnabrück . In diese m Jah r konnten die Mitarbeitenden übe r de n Spendenempfänge r abstimme n – ihr e Wahl fiel au f de n Kinderhospizdiens t Osna- brück . „De r Kinderhospizdiens t leiste t für betroffen e Kinde r un d Familie n unschätzbar e Unter- stützung . Wir freue n uns , dies e wertvoll e Arbei t in diese m Jah r besonder s in de n Foku s zu rü- cken“ , so Fathmann . Insgesam t gehe n 4.00 0 Eur o an den Kinderhospizdienst . Auc h an de n Weihnachtsfeier- tage n sorge n zahlreich e Mitar- beitend e für eine n zuverlässige n Betrie b – se i es in de r Netz- leitstelle , im Busverkeh r ode r in den Stadtwerke-Bädern. Alle aktuelle n Informatione n zu Ser- vice - un d Öffnungszeite n wäh- ren d de r Feiertag e finde n sic h unte r www.swo.de/weihnachten. Anzeigensonderseite www.dereulenspiegel.de Seit e 10 h lm Te I r Knol eyer am Eine kleine Weihnachtsgeschichte Da s schönste Fest meines Lebens – eulenspiegel Klassiker von H.L. Foto: pixabay Engagement, das wirkt Stadtwerke unterstützen Aktion Kinderwünsche Mi t run d 18 0 gu t gelaunte n Jecke n au s Stad t un d Landkrei s Osnabrüc k eröffnet e BOK-Präsi- dent Karl-Heinz Budke am 11.11 . um Punk t 11:1 1 Uh r di e Karnevalssessio n 2025/2026 . Nac h de m traditionelle n Pum- pernickelfrühstüc k verabschie- det e sic h da s Stadtprinzenpaa r Sus i I. un d Guid o I. mi t eine m humorvolle n Vortra g vo m närri- sche n Publikum. Bürgermeiste r Uw e Görtemölle r proklamiert e anschließen d de n neue n Stadtprinze n Fran k II. (Seveker ) un d überreicht e ih m Kette , Zepte r un d Kappe . Fran k II. stell t sein e Sessio n unte r da s Mott o „Au s Lieb e zu m Karneval – mi t vie l Her z für Osnabrück“ . Er möchte insbesondere junge Mensche n für de n Karneva l be- geister n un d so zur Pfleg e der Traditio n beitragen . Gemeinsa m mi t seine m Team vo m „Love- truck “ sammel t er unte r de m Leitwor t „Her z – Hoffnun g – Neu- beginn “ Spende n fü r da s Frau- enhau s Osnabrück . Auc h da s neu e Kinder-Stadtprin- zenpaar , Ajl a I. (Horic ) un d Sami r I. (Talic ) au s Ba d Essen , wurd e offiziel l in sei n Am t eingeführt . Beid e präsentierte n spielerisc h ihr e Hobby s un d begeisterte n gemeinsa m mi t de n Tanzma- rieche n der TS G Ba d Esse n da s Publikum . Di e Kinde r strahlte n vor Freud e un d Engagement . De r Erlö s de s Kinderprinzen-Pin s geh t in diese m Jah r an di e Kin- dertafe l Osnabrück. Fü r best e Stimmun g sorgte n Auftritt e de r Grün-Weiße n Gar- de , de r TS G Ba d Essen , de r Net- tegirl s sowi e de r „Haste r Narr “ un d Büttenredne r Amjad . Höhe- punk t des närrische n Vormittag s ware n di e PrinceTwins , di e mit kölsche n Hit s de n Saa l zu m Mit- singe n brachten . Traditionel l en- det e di e Veranstaltun g mit eine r Currywurs t für all e Gäste. De r BOK e.V . läd t bereit s jetz t daz u ein , sic h akti v a m Ossen- samsta g a m 14 . Februa r 202 6 zu beteilige n un d gemeinsa m ein farbenfrohe s Karnevalserlebni s zu gestalten . Anmeldeformulare sin d unte r www.osna-helau.d e verfügba r un d könne n an sabin e @moellenkamp.de gesendet werden. Beginn der 5. Jahreszeit Karnevalsstimmung bei Thies am 11.11. Foto : BOK
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