eulenspiegel - Ausgabe 765

Seite 12 Wald, Garten, u.v.m. Draussen erleben ab Seite 4 Alle Infos zum Saisonstart Fisch auf dem Tisch, u.v.m. Seite 13 0541 957 20-0 • www.dereulenspiegel.de DIE SZENEZEITUNG ZUM MITNEHMEN KOSTENLOS 38. Jahrgang • Ausgabe 765 • 23. September 2020 JETZT NEU: CBD Produkte 100% Naturkosmetik und Öle Online Shop www.canaline.de Krahnstraße 21 / Ecke Hakenstraße 49074 Osnabrück Am Forschungszentrum Institut für Migrationsforschung und In- terkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück gehen unter der Leitung von Prof. Dr. Helen Schwenken derzeit drei Forschungsprojekte ihrem Ende entgegen, die sich mit den Ent- wicklungen zu Flucht und der Unterstützung von Geflüchteten seit 2015 befassen. Was sagt die Forschung – ‚haben wir es geschafft‘? „Die Ergebnisse unserer For- schung zur Unterstützung Ge- flüchteter deuten alle auf Gleich- zeitigkeiten und Ambivalenzen hin. Dabei wird schon die Frage, was ‚geschafft‘ wurde, von poli- tischen und zivilgesellschaft- lichen Akteuren sehr unter- schiedlich beantwortet. Auch beim ‚wir‘ gibt es Uneinigkeit“, so Prof. Dr. Helen Schwenken. „Unsere Forschung zeigt das immense Maß an zivilgesell- schaftlichem Engagement auf. Ohne dieses wäre es zu weitaus größeren gesellschaftlichen Ver- werfungen gekommen, weil die in 2015 unzureichende staat- liche Aufnahmeinfrastruktur noch viel offensichtlicher gewor- den wäre. Aus dieser Situation heraus politisierten sich auch viele Ehrenamtliche.“ Personen, die vielleicht zunächst ‚nur‘ ei- nem geflüchteten Kind beim Deutschlernen halfen, sahen die Auswirkungen geschlossener Grenzen und versagtem Fami- liennachzugs und begannen sich für Fragen des Zugangs zu Schutz zu interessieren. Initiati- ven wie die „Seebrücke“ oder der Zusammenschluss von Kom- munen „Sichere Häfen“ gründe- Was für ein Jahr, was für ein Sommer: Landauf, landab be- stimmt das Coronavirus den All- tag in 2020, der Profifußball und die 2. Bundesliga machen da keine Ausnahme. Mittendrin be- findet sich der VfL Osnabrück, der in der vergangenen Saison als Aufsteiger mit einem guten 13. Tabellenplatz den Klassener- halt schaffte und nun dieses Ziel zum zweiten Mal in Folge anpeilt. Es wäre historisch, wenn das ge- lingen würde, denn in der jünge- ren Vergangenheit schafften das die Lila-Weißen nie – letztmalig in der Spielzeit 1986/87. Der Sommer brachte viel Be- wegung rund um das Stadion Bremer Brücke. Unter anderem wechselte Erfolgstrainer Daniel Thioune zum Hamburger SV, der durch den ehemaligen U19- Coach von Werder Bremen, Marco Grote, ersetzt wurde. Sportdirektor Benjamin Schme- des erhielt ein Angebot vom ten sich.“ Zugleich wurden die Stimmen immer lauter und ma- nifestierten sich in restriktiveren Politiken, die die Zahl der Ge- flüchteten reduzieren wollten. Was geschafft war oder werden sollte, bleibt also Gegenstand von Konflikten, so Schwenken. Diese Gleichzeitigkeit von Will- kommens- und Ablehnungskul- tur zeigt sich auch im Feld von Geschlecht und Flucht, dem sich die Osnabrücker Forscherinnen in einem vom Bundesministe- rium für Bildung und Forschung geförderten Projekt zu Demokra- tie und Willkommenskultur zu- wandten. Nach 2015 gab es eine verstärkte Aufmerksamkeit von Politik und Öffentlichkeit für die besondere Vulnerabilität von geflüchteten Frauen. „Die Erfah- rungen von Unterstützenden im Feld geschlechtsspezifischer Ge- walt zeigen jedoch: Maßnahmen zum Schutz geflüchteter Frauen kollidieren mit restriktiver Asyl- politik und der unzureichenden Ausstattung der Hilfeinfrastruk- tur“, so Dr. Samia Dinkelaker. „Wenn etwa das Bleiberecht ei- ner Frau von dem eines gewalt- tätigen Ehepartners abhängt, dann ist es für die Betroffenen schwer, die Partnerschaft aufzu- kündigen.“ Viele Frauenhäuser sind zudem aufgrund einer in Deutschland immer noch an in- ternationalen Standards (Istan- bul-Konvention) gemessenen zu geringen Ausstattung mit Plät- zen für Schutzsuchende stets an ihren Kapazitätsgrenzen. Dennoch, so zeigt die Forschung in diesem Bereich, haben viele Frauenberatungsstellen und 1. FC Nürnberg, musste aber bleiben. Dennoch stehen bei den Lila-Weißen die Vorzeichen für eine ordentliche nächste Sai- son gar nicht mal so schlecht. Im DFB-Pokal kam der VfL beim SV Todesfelde durch ein 1:0 in die 2. Runde. Am ersten Spiel- tag in der 2. Liga erarbeiteten sich die Osnabrücker ein 1:1 nach 0:1-Rückstand bei einer starken Spvgg Greuther Fürth. „Wir haben uns im Laufe des Spiels gesteigert, und damit bin Frauenhäuser beachtliche und erfolgreiche multiprofessionelle Hilfeinfrastrukturen aufgebaut und darin auch Initiativen des Empowerments für geflüchtete Frauen integriert. „Gerade im Bereich der Unterstützung ge- flüchteter Frauen sehen wir, dass ein nicht-paternalistisches Verständnis von Unterstützung ungemein wichtig ist, um Teil- habe in einer Migrationsgesell- schaft wie der deutschen zu ermöglichen. Sonst schreibt Hil- fe unreflektiert gesellschaftliche Hierarchien fest und befördert so auch Stereotype und Rassis- mus“, führt Prof. Schwenken weiter aus. Dass es trotz gleicher Zielsetzun- gen ein breites Spektrum an Herangehensweisen bei staat- lich geförderten, und von ver- schiedenen kommerziellen und gemeinnützigen Trägern ange- botenen arbeitsmarktbezogenen Projekten gibt, ist ein Ergebnis einer weiteren Studie am IMIS. Dies hängt mit der Diversifizie- rung und Erweiterung des Feldes arbeitsmarktbezogener Unter- stützungsangebote im Zuge der Fluchtmigration seit 2015 zu- sammen. Während viele Träger qualitativ hochwertige Angebote entwickelten, hatten andere Trä- ger bis dato keine Erfahrungen in der Arbeit mit zugewanderten Zielgruppen. „Eine Gefahr für die professionelle Beratung, Qualifi- zierung und Vermittlung stellten in diesen Fällen implizite stereo- type Annahmen über die Ziel- gruppe, wie die ‚rückständige und traditionelle Muslima’, dar“, so Johanna Ullmann. „Insge- samt aber können Projekte den ich zufrieden“, resümierte VfL- Coach Grote. Alles rund um den VfL Osnabrück und den Start in die Zweitliga- saison 2020/21 gibt es in einem Sonderteil in dieser Ausgabe, darunter ein interessantes Inter- view mit VfL-Präsident Manfred Hülsmann, der sich folgendes wünscht: „Wir wollen jetzt ein etablierter Zweitligist werden.“ Arbeitsmarktintegrationsprozess positiv begleiten und Arbeits- marktchancen – wenn auch strukturell bedingt begrenzt – erhöhen, wenn sie sensibel und im Interesse der Teilnehmenden gestaltet sind.“ Die Forschungen in den Be- reichen Gewaltschutz und Ar- beitsmarktteilhabe ergaben jetzt, dass sich für viele der professionellen Unterstützungs- angebote akut die Finanzie- rungsfrage stellt. In den fünf Jahren seit 2015 wurden unzäh- lige Angebote und Förderlinien entwickelt, aber davon enden jetzt viele. „Das ist insbesondere für die Betroffenen dramatisch und auch langfristig mit gesell- schaftlichen Kosten verbunden, wenn genau dann die Unter- stützung endet, wenn etwa lang- jährig unterdrückte Traumata manifest werden oder sich ins- gesamt auch zeigt, dass die arbeitsmarktbezogene Unter- stützung erst dann richtig wirken kann, wenn der Spracherwerb einigermaßen abgeschlossen ist“, stellt Johanna Ullmann fest. „Die Corona-Pandemie hat zu- dem die oft völlig unzureichen- den hygienischen Bedingungen in Gemeinschaftsunterkünften, in denen immer noch viele Ge- flüchtete leben, offengelegt. Zudem gab es auf einmal keinen Zugang mehr für ehrenamtliche und professionelle Unterstütze- rinnen und Unterstützer“, er- gänzt Dr. Samia Dinkelaker. Die Forscherinnen am IMIS ziehen somit eine gemischte Bilanz: Es sei in der Tat ‚viel geschafft‘ worden seit 2015, in der Zivilgesellschaft ebenso wie von Seiten von kommunalen Verwaltungen und öffentlichen Institutionen. Allerdings sei es verfrüht, nach fünf Jahren einen nicht unerheblichen Teil der Unterstützungsinfrastruktur und damit auch der aufgebauten Kompetenzen zu gefährden. „Wir wissen aus früheren Flücht- lingsgenerationen, dass Integra- tion in den Arbeitsmarkt und gesellschaftliche Teilhabe eine Sache von vielen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten ist – aber dass sich Investitionen langfristig auszahlen“, so Prof. Dr. Helen Schwenken. Fünf Jahre nach Bundeskanzlerin Merkels „Wir schaffen das” Forschungsergebnisse der Uni Osnabrück mit gemischter Bilanz Haben wir es geschafft? Eine besondere Saison SEIT 25 JAHREN -Kleinmontagen -Hausmeisterdienst -Gehwegreinigung -Gebäudereinigung -Reparaturen Sprechen Sie uns an -Entrümpelungen -Gartenpflege -Glasreinigung -Parkplatzreinigung Krahnstr. 36-37 • 49074 Osnabrück (in der Theaterpassage) Mo - Fr 9.00-18.30 Uhr - Sa 8.30-15 Uhr, Mit- und ohne Voranmeldung möglich (01577 54 93 996) Seite 10 Bremer Straße 81 · 49191 Belm · Telefon 05406/3176 lecon_liebenow@freenet.de · www.gasthaus-lecon.de Lecons Scheune Mi. - Fr. 17 - 23 Uhr I Sa. 16 - 24 Uhr So. und Feiertag 16 - 22 Uhr CITY Seite 3 gegenüber IKEA-OS www.tastekitchen.de ,90 u 8 E ro W ASIA BEEF RAP e h mit würzig m Rindfleisc , S knackigem alat, Minze n e u d frisch m Gemüse SE TEM ER-SPECI L P B A Seite 15 Szene Der VfL-Check Spielplan, Interviews, Konkurrenz, Geisterspiele, Zu- und Abgänge, Fan-Service, u.v.m. Wir möchten unseren Kunden einfach nur mal sagen. 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