eulenspiegel - Ausgabe 763

Seite 11 Nah dran am VfL Was passiert nach der Ära Thioune? präsentiert von Herforder A GEZA T N PF Grill-Knigge, Rezepte, u.v.m. Seite 4 0541 957 20-0 • www.dereulenspiegel.de DIE SZENEZEITUNG ZUM MITNEHMEN KOSTENLOS 38. Jahrgang • Ausgabe 763 • 15. Juli 2020 JETZT NEU: CBD Produkte 100% Naturkosmetik und Öle Online Shop www.canaline.de Krahnstraße 21 / Ecke Hakenstraße 49074 Osnabrück ab Seite 6 Urlaubsgefühl, u.v.m. u Dra ssen erleben Die Angst der Bevölkerung vor dem Coronavirus hat seit dem Ende des Lockdowns zwar abge- nommen, es fühlen sich jedoch nach wie vor 40 Prozent ge- stresster als vor Beginn der Pan- demie. Das zeigt die Auswertung der Umfrage 'Corona Stress Study' der Universität Basel. Die Häufigkeit schwerer depressiver Symptome blieb auch nach den Lockerungen vergleichbar hoch. Interessanterweise scheinen äl- tere Personen weniger anfällig für depressive Symptome in der Coronakrise zu sein. Die neuen Resultate aus der Swiss Corona Stress Study be- ziehen sich auf den Erhebungs- zeitraum vom 11. Mai bis 1. Juni 2020, also auf die Zeit der schrittweisen Lockerung der Maßnahmen gegen die Verbrei- tung des Coronavirus. In diesem Zeitraum nahmen 10.303 Per- sonen einer anonymen Online- Umfrage teil. Eine erste Erhe- bung fand im Lockdown zwi- schen dem 6. und 8. April statt. Aufgrund der Art der Datenerhe- bung in Form einer offenen On- line-Umfrage handelt es sich per Definition nicht um eine reprä- sentative Umfrage. Allerdings bildet die Population der Befrag- ten bezüglich soziodemogra- fischer Merkmale ein breites Spektrum der Bevölkerung ab. Wie bereits die Analyse der ersten Erhebung gezeigt hat, ruft Unterschiedliche Stressreaktio- nen: Um dem Zoo Osnabrück durch die schwere Zeit während der Coronakrise zu helfen, schlos- sen sich die Fleischverarbeitung Kinnius und viele Edeka-Märkte aus der Region zusammen, um „Zooretter Würste“ zu verkaufen. Allein im Mai kam so eine Spen- de von 10.000 Euro zusammen. Schwere Zeiten standen dem Zoo Osnabrück bevor, als Mitte März die Schließung aufgrund der Corona-Pandemie verordnet wurde. Mit monatlichen Ausga- ben von rund 500.000 Euro, aber keinen neuen Einnahmen durch den Verkauf von Eintritts- karten, wurde die finanzielle Decke schnell dünner. „Zoo- geschäftsführer Andreas Buse- mann hat immer tolle Marke- ting-Ideen – das haben wir Sponsoren schon sehr häufig erlebt. Schon bald klingelte mein Telefon und Andreas Busemann unterbreitete mir eine neue Idee“, berichtet Rudolf Festag, Geschäftsführer der Fleischver- arbeitung Kinnius GmbH & Co. KG. Die Idee beinhaltete den Verkauf der in der Osnabrücker Region beliebten Kinnus-Brat- wurst als „Zooretter Würste“. die Coronakrise individuell sehr unterschiedliche Stressreaktio- nen hervor, wie das Forschungs- team um Prof. Dr. Dominique de Quervain berichtet: 40 Prozent der Befragten fühlen sich auch in der Zeit der Locke- rungen gestresster als vor der Coronakrise. Zu den Haupttrei- bern der Stresszunahme zählen nach wie vor die Belastung durch Veränderungen bei der Arbeit oder Ausbildung sowie die Be- lastung durch das eingeschränk- te Sozialleben. Im Lockdown fühlten sich rund 50 Prozent der Umfrage-Teilnehmenden ge- stresster als vor der Coronakrise, also leicht mehr als in der Zeit der Lockerungen. 28 Prozent der Befragten gaben keine Verände- rung im Stressempfinden an. Im Lockdown waren dies 24 Pro- zent. 32 Prozent der Befragten fühlen sich sogar weniger ge- stresst als vor der Krise. Die „Wir erklärten uns natürlich sofort bereit zu helfen, denn der Zoo Osnabrück gehört zu den Top 10 in Europa und ist für uns definitiv unterstützenswert“, so Festag. Kurzerhand wurden die Bratwürste nach Original Kin- nius-Rezeptur dank Aufklebern im Zebra-Look zu „Zooretter Würsten“, die in 40 Edeka- Märkten und zwei Marktkauf- Häusern ihren Platz gefunden haben. Mechthild Möllenkamp, dem Zoo durch die Vorstands- arbeit des Vereins „Löwen für Löwen“ verbunden, war mit ihren fünf Edeka-Märkten Vor- reiterin im Verkauf der Würste. „Pro verkauftem 6er-Pack der Retterwürste geht 1 Euro als Spende an den Zoo. Davon sind 40 Cent Spende des Kunden und jeweils 30 Cent von Kinnius und uns ‚Edekanern‘“, erklärt Möllenkamp. Die Freude über den Erfolg sei besonders groß, so Möllenkamp weiter: „Allein für den Monat Mai können wir dem Zoo Osnabrück eine Spen- de von 10.000 Euro überreichen – und die Aktion läuft noch bis Ende Juli. Wir hoffen, dass wir diese Summen auch für Juni und Juli erreichen oder sogar noch Stressabnahme hängt bei ihnen mit der nach wie vor gewonne- nen Zeit für die Erholung und mit der Entlastung durch die Reduk- tion beruflicher oder schulischer, aber auch privater Verpflichtun- gen zusammen. Im Lockdown fühlten sich 26 Prozent weniger gestresst als vor der Corona- krise. Die Zunahme von Stress durch die Coronakrise geht mit einer Zunahme depressiver Symptome einher. Die Häufig- keit einer schweren depressiven Symptomatik bleibt mit knapp 12 Prozent auch in der Zeit der Lockerungen erhöht (im Lock- down 9 Prozent). Psychische Probleme in der Ver- gangenheit (vor der Coronakrise) erhöhen das Risiko, in der Co- ronakrise schwere depressive Depressive Symptome bleiben erhöht: übertrumpfen, schließlich sind wir jetzt mitten in der Grill- saison.“ Zoogeschäftsführer Andreas Busemann ist dankbar für die Unterstützung, denn die Lage für den Zoo wurde schwierig: „In der Coronakrise mussten wir schnell handeln, denn keiner wusste, wie lang die Schließung anhal- ten wird. Allein die Versorgung der Tiere kostet 290.000 Euro im Monat – und dazu kommen noch 180 Mitarbeiter, die ihr Gehalt für den Lebensunterhalt brauchen.“ Rund die Hälfte der Mitarbeiter sei während der Krise in Kurzarbeit gegangen. „Dank unserer Sponsoren und Mitstreiter, die kreative Spen- denaktionen auf die Beine ge- stellt haben und immer ein offenes Ohr für unsere Ideen und Aktionen haben, sind wir so re- lativ gut durch die fast acht- wöchige Schließung gekommen. Ich bin dem Sponsorennetzwerk sehr dankbar“, so Busemann weiter. Auch Zoopräsident Dr. E.h. Fritz Brickwedde dankt den Firmen Kinnius und Edeka Möl- lenkamp sowie den weiteren Edeka-Märkten für das Engage- Symptome zu entwickeln. Die- sen Zusammenhang stellten die Forschenden in beiden Erhe- bungszeiträumen fest. Allerdings hatten knapp 20 Prozent der Betroffenen vor der Krise keine wesentlichen depressiven Sym- ptome. Ferner wurden Perso- nen untersucht, die sich in Be- zug auf depressive Symptome als besonders widerstandsfähig erwiesen haben. Diese Men- schen – in beiden Erhebungs- zeiträumen machten sie rund ein Drittel der Befragten aus – ha- ben während der Coronakrise keine wesentlichen depressiven Symptome entwickelt und hatten auch vor der Krise keine. In dieser Gruppe waren Perso- nen mittleren und fortgeschritte- nen Alters (ab 55 Jahren) und Männer überproportional vertre- ten. Dies ist erstaunlich, sind es doch ältere Menschen und Män- ner, die durch eine ernsthafte Viruserkrankung besonders ge- fährdet sind. Während im Lockdown 57 Prozent der Befragten generell mehr Angst im Vergleich zu vor der Krise verspürt hatten, waren dies in der Zeit der Lockerungen mit knapp 41 Prozent deutlich weniger. Insbesondere die Angst vor einer ernsthaften Viruser- krankung und die Angst vor Ver- Ältere und Männer besonders resilient: Weniger Angst vor dem Virus: ment: „Es ist toll zu sehen, dass die Sponsoren, aber auch alle Osnabrücker nicht nur in guten Zeiten zu dem Zoo stehen, son- dern auch – oder besonders – in den schlechten. Der Zoo Osna- brück ist ein Bürgerzoo, die gro- ße Verbundenheit ist über Jahre und Jahrzehnte gewachsen. Die Unterstützung von allen Seiten ist wichtig, damit der Zoo sich weiterentwickeln kann“, so Brickwedde. sorgungsengpässen sind zurück- gegangen. Zudem bestätigte sich auch im zweiten Erhebungszeitraum, dass Personen, die sich in der Zeit der Coronakrise vermehrt ihrem Hobby oder einem neuen Projekt zuwenden und körperlich aktiv sind, im Durchschnitt einen geringeren Stressanstieg in der Krise verzeichneten. Wir können nur bestätigen, dass gerade für die Menschen im Arbeitsalltag der Stress zugenommen hat. Da Kollegen in unvermeidliche Kurz- arbeit gehen mussten, um den Erhalt von Firmen und Geschäf- ten zu gewährleisten, ergab sich natürlich eine Mehrbelastung. Neben der täglichen Aufgaben- bewältigung kommt allerdings zusätzlich noch der erschwerte Kontakt mit Behörden und Ban- ken, zahlreiche Anträge und Pa- pierkram und dann noch eine Umstellung des kompletten Buchhaltungssystem wegen der Mehrwertsteuersenkung für ein paar Monate. Für große Firmen mit viel Rückhalt noch gut ab- zufangen, haben hier die kleinen und mittelständischen Betriebe leider wieder das Nachsehen. Das können sich, wie so oft, nur Leute ausgedacht haben, die höchstwahrscheinlich noch nie im richtigen Arbeitsalltag tätig waren. Stressfrei ist das nicht, was uns die Politik während die- ser Pandemie beschert. In eigener Sache: Die Retterwürste sind noch bis Ende Juli in folgenden Märkten erhältlich: Edeka Möllenkamp (5 Märkte), Edeka Kuhlmann (7 Märkte), Edeka Dütmann (13 Märkte), Edeka Kutsche (6 Märkte), Marktkauf Nahne, Ede- ka Sturhahn, E-Center Bürener Straße Osnabrück, Edeka Brör- mann, Edeka Kallmeyer, Edeka Prüßmann, Edeka Altenbernd, Edeka Lampe, Edeka Stöckel, Edeka Schröder. Stressniveau bleibt für viele auch nach Lockerung der Corona-Maßnahmen erhöht Verkauf der „Retterwürstchen” läuft noch bis Ende Juli Jetzt aber mal halblang 10.000 Euro für den Zoo Seite 13 Szene gegenüber IKEA-OS www.tastekitchen.de JULI-SPECIAL 8 5 u , 0 E ro DRAGON FIRE CHICKEN b zartes Hahnchen rustfilet mit Wokgemuse, frischen roten Chilies und gekochtem Reis Auch Onli b i uns b te lb r. ne e es l a SEIT 25 JAHREN -Kleinmontagen -Hausmeisterdienst -Gehwegreinigung -Gebäudereinigung -Reparaturen Sprechen Sie uns an -Entrümpelungen -Gartenpflege -Glasreinigung -Parkplatzreinigung Krahnstr. 36-37 • 49074 Osnabrück (in der Theaterpassage) Mo - Fr 9.00-18.30 Uhr - Sa 8.30-15 Uhr, Mit- und ohne Voranmeldung möglich (01577 54 93 996) Seite 10 Hochzeits-Spezial ab Seite 8 u Tra en Sie sich... Bremer Straße 81 · 49191 Belm · Telefon 05406/3176 lecon_liebenow@freenet.de · www.gasthaus-lecon.de Lecons Scheune Mi. - Fr. 17 - 23 Uhr I Sa. 16 - 24 Uhr So. und Feiertag 16 - 22 Uhr Freuen sich über die erfolgreiche Verkaufsaktion der Zooretter- Würste: Stefan Keil (Edeka Kuhlmann), Dr. E.h. Fritz Brickwedde (Zoopräsident), Mechthild Möllenkamp (Edeka Möllenkamp), Tom Kutsche (Edeka Kutsche), Andreas Busemann (Zoogeschäftsführer) und Rudolf Festag (Fleischverarbeitung Kinnius). (v.l.n.r.) Foto: Zoo Osnabrück (Hanna Räckers) Text: Deutsches Gesundheitsportal Gerade die Belastung im Arbeitsalltag hat nochmals stark zugenommen

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