eulenspiegel - Ausgabe 761

Seite 7 Interview mit Marcos Alvarez präsentiert von Herforder A GEZA T N PF Seite 6 Förderungen, Stilmix, u.v.m. ab S. 10 Tinnitus, Grippe, u.v.m. 0541 957 20-0 • www.dereulenspiegel.de Rücksicht, Autokino, u.v.m Seite 4 Seite 15 Szene DIE SZENEZEITUNG EHRENVOLL KOSTENLOS 38. Jahrgang • Ausgabe 761 • 6. Mai 2020 Krahnstr. 36-37 • 49074 Osnabrück (in der Theaterpassage) Mo - Fr 9.00-18.30 Uhr - Sa 8.30-15 Uhr, ohne Voranmeldung gegenüber IKEA-OS www.tastekitchen.de r c Ab sofort könnt Ih au h Online bei uns zur b o e te n A h lung b s lle . Als eine starke Persönlichkeit mit vielen kreativen Ideen, lei- denschaftlich umgesetzt mit Spaß und Freude bereitete Hans Lippold, seit Gründung des eu- lenspiegel Verlages 1983, ge- nerationsübergreifend den Weg für viele Osnabrücker. Aufge- wachsen in der Johannisstraße und in seinen jungen Jahren im Einzelhandel als Leitung der Obst- und Gemüseabteilung für Horten tätig, war und blieb er immer ein echtes Osnabrücker Original. In diesen Jahren lernte er auch seine Frau Almut kennen und gründete neben seiner da- maligen Lehramtstätigkeit den Zeitungsverlag. Bis Ende der Achtziger unterrichtete Hans noch nebenbei als Referent BWL, Werbung und Verkaufs- kunde. Seine pfiffige, freche und unabhängige Art prägten die Szenezeitung und begeisterten Leser und Partner. Seine Fuß- spuren in Osnabrück hinterließ er allerdings nicht nur mit seiner Kundenbetreuung für die Zei- tung, sondern auch mit Veran- staltungen, die bis heute seine Namensideen tragen und den legendären eulenspiegel Feten in der Halle Gartlage, wo sich so manch einer kennengelernt hat. Schwiegermutter Anni saß übri- gens damals an der Abendkasse und hieß die Partygänger will- kommen. Er brachte schon im- mer die Menschen zusammen. Abenteuerlustig bereiste er be- reits früh mit seiner Familie die Welt und erlebte viele denkwür- dige und schöne Momente. Er liebte das Tauchen, Filmen und Kochen – und natürlich das Schreiben. „Das bißchen was wir lesen, schreiben wir uns selbst”, ist nur eines seiner nicht ganz so ernst gemeinten, aber immer treffenden Zitate. Als eu- lenspiegel Macher lenkte er die Geschicke der Zeitung mit Erfolg und viel Freude und das Team zog immer mit. Mitte der 90er gab er seinen Verlag ab und lebte für zehn Jah- re in Denia an der spanischen Küste zwischen Valencia und Ali- cante. Er baute die eigene Finca zu einer schönen Ferienanlage aus, betreute mehrere Anwesen, sowie Yachten und begrüßte im- mer gerne Weggefährten, Freun- de und Familie bei sich. Auch Fernsehproduktionen und einige Prominente zählten zu seinen Gästen. Hans konnte in Spanien ebenfalls seinen Interessen vom Bootfahren und Angeln folgen. Zu der Zeit blieb Sohn Benjamin in Osnabrück und begann die Ausbildung zum Werbe- und Ver- lagskaufmann. Bei einem Be- such in Spanien begeisterte er seinen Vater für den Golfsport, der zu einer neu entdeckten Lei- denschaft wurde. Als der Verlag von seinem Sohn 2006 über- nommen wurde, kehrte er mit seiner Frau zurück und beide fanden sogleich wieder ihren Platz im Familienunternehmen. Unter anderem wurde ein Golf- Magazin für die Region gegrün- det und Turniere, sowie spekta- kuläre Veranstaltungen im Golf- sport folgten. Unvergessen sein Osnabrücker Altstadtkrimi 'Der letzte Private', der in der Szene- zeitung veröffentlicht und dann als Buch herausgebracht wurde. Der Erlös wurde gespendet. Leider ereilte Hans vor gut zwei Jahren die Krankheit ALS, auf die im Internet mal viral mit der 'Ice-Bucket-Challenge' aufmerk- sam gemacht wurde. Ein sehr schwerer Verlauf folgte, wie vor- hergesagt. Trotz der wachsen- den Einschränkungen nahm sich die Familie Zeit und reiste ne- ben der Verlagsarbeit, so gut es ging, in Deutschland. Seine Frau kümmerte sich aufopferungsvoll bis zuletzt. Hans war stolz auf Familie, Mitarbeiter und Betrieb und fuhr sogar noch an den Roll- stuhl gefesselt Vertriebstouren mit und brachte die Zeitung per- sönlich zu Kunden und Lesern, wie schon sein Vater Klemens vor ihm. Hans verstarb Anfang April. Wir bedanken uns bei allen die trotz der Krise in Gedanken bei ihm waren und werden sein Andenken ehren. In Trauer - Dein Team vom eulenspiegel. (BL) Herausgeber und Macher der Szenezeitung eulenspiegel nach schwerer ALS-Krankheit von uns gegangen In Gedenken an Hans Lippold Hans Lippold 1956 - 2020 Auch als kostenlose Online-Ausgabe www.dereulenspiegel.de facebook.com / eulenspiegel Osnabrück I Vorfreude ist doch die schönste Freude! JETZT NEU: CBD Produkte 100% Naturkosmetik und Öle Online Shop www.canaline.de Krahnstraße 21 / Ecke Hakenstraße 49074 Osnabrück Mehr als 30.000 Euro in den ersten drei Wochen: Mit ihrer Kampagne „Kneipenhelfer Os- nabrück“ sammeln fünf junge Osnabrücker Gelder für die von der Corona-Krise geplagten Osnabrücker Wirte. Im Kneipen- helfer-Online-Shop können Kneipengänger Produkte mit dem Logo ihrer Lieblingskneipen kaufen. Alle Einnahmen fließen direkt an die Gaststättenbe- treiber. „Von der Idee bis zur Umsetzung dauerte es nicht lange“, sagt Kneipenhelfer Nilas Möllen- kamp. Mit ihren „Kneipenkult Osnabrück“-Produkten mischt die Aktion der ehrenamtlichen Kneipenhelfer die Gaststätten- szene der Stadt gerade mächtig auf. Und das trotz oder gerade wegen der vorübergehenden Schließung vieler Lokale. „Die Wirte stehen aktuell vor der Her- ausforderung, vielleicht Monate ohne Einnahmen wirtschaftlich zu überleben. Wir möchten des- halb gerade jetzt alle Osna- brücker Kneipengänger zu Soli- darität aufrufen, um zu zeigen, dass sich die Stadt auch in schweren Zeiten mit ihrer Knei- penszene identifiziert“, erklärt Nilas Möllenkamp. So haben sich die fünf Osna- brücker Nilas, Jonas, Niklas, Tim und Lars Anfang April zusam- mengesetzt und den Online- Shop kneipenhelfer-os.de aus dem Boden gestampft, in dem T- Shirts und Hoodies mit Logos von mehr als 20 Osnabrücker Kneipen verkauft werden. Einge- rahmt werden diese von einem Bierdeckel-Emblem des Knei- penkults Osnabrück, das die Jungs selbst entworfen haben. Der Clou: mit dem Kauf der Klei- dung unterstützen die Fans der Kneipenszene die Inhaber ihrer Lieblingskneipen. Dabei gehen alle Gewinne an die Betreiber, die Kneipenhelfer selbst arbei- ten komplett ehrenamtlich. Die Resonanz, so berichten die Knei- penhelfer, ist riesig. Bereits in den ersten Tagen sind vierstel- lige Zahlen an Produkten gekauft worden. Das Prinzip ist simpel gehalten und stärkt nicht nur die Soli- darität mit den Kneipen, son- dern auch Zusammenhalt und Gemeinschaft der Gastronomen untereinander. Einnahmen aus dem Verkauf der Standard- Shirts werden in gleichen Teilen unter den Wirten verteilt. Die Gewinne aus dem Vertrieb der Kleidung mit einem speziellen Logo gehen zu 2/3 an den jewei- ligen Betreiber, zu 1/3 wiederum an alle teilnehmenden Wirte. Innerhalb der ersten drei Wo- chen sind so mehr als 30.000 Euro zusammengekommen, die an die Wirte überwiesen werden. Durch Kooperationen mit On- line-Streaming-Veranstaltern und über die Sozialen Netzwerke möchten die Kneipenhelfer ihre Bekanntheit erhöhen. „Das Pro- jekt lebt von der Reichweite. Wir nutzen kein Geld für Marketing- zwecke und sind damit auch auf die Unterstützung von lokalen Dienstleistern angewiesen“, sagt Nilas Möllenkamp. Mit der Wiedereröffnung der Kneipen soll die Aktion aber ein Ende haben. Bisher wurden viele Stunden Arbeit investiert, das Teamfoto von links nach rechts: Niklas Kronemeyer, Jonas Koch, Nilas Möllenkamp, Tim Holthaus, Lars Bojen könne auf Dauer nicht gehalten werden. Weitere Informationen sind im Internet auf der Aktionswebseite kneipenhelfer-os.de zu finden. Kneipenhelfer Osnabrück Aktion für Solidarität mit den Osnabrücker Wirten spielt fünfstellige Spendensumme ein

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