Eulenspiegel - Ausgabe 736

DIE SZENEZEITUNG KOSTENLOS Mit Sicherheit 0541 957 20-0 • www.dereulenspiegel.de 36. Jahrgang • Ausgabe 736 • 30. Mai 2018 OSNA- Taxifahrten aller Art. Wir sind immer für sie da! 50 5000 Tel.: (0541) er rk g V stä un r un e T m su t! fü s r ea ge ch Gute, k li e pün t ch zah un u Be l g nd sehr g t s be tskl m u e Ar i i a. tte e de un er Bi m l n t 0 0 / 85 860 17 00 CITY Seite 3 gegenüber IKEA-OS www.tastekitchen.de R SPA GEL z mit Schnit el bester Erpenbecker Spargel in t u m Bu ters d gekocht, it frischem e a Schnitz l, Sauce Holl ndaise und s r l Peter ilienka toffe n g b 1 0 Angebot ilt is 5.6.2 18 2 9 1 , 0 Euro Seite 6 & 7 Ausflug, Garten, u.v.m. Dra ssen u erleben Seite 10 T au ie r en S h . sic .. Hochzeits-Spezial Seite 8 - 13 Seite 15 Szene Geöffnet: Mittwoch & Donnerstag ab 14:30 Uhr Freitag bis Sonntag ab 10:00 Uhr www.kemken.de | Tel. 0 54 56/10 36 | Fax 0 54 56/93 23 51 Osnabrücker Str. 37 | 49545 Tecklenburg-Ledde ’ KEMKENs AM HABICHTSWALD Genießen Sie unsere Spargelspezialitäten in zahlreichen Variationen! Die Osnabrücker Szene im Netz: Facebook.com / eulenspiegel Osnabrück Verlosungen, Berichte, Aktuelles, Bilder,... www.dereulenspiegel.de In fast 40 Jahren eulenspiegel für die Szene Osnabrück haben wir unzählige Male über die Unart, im Restaurant zu reser- vieren und dann nicht zu er- scheinen geschrieben. Und jetzt zeigt sich dort ein neuer Trend: Immer mehr Lokale beklagen das Nichterscheinen ihrer reser- vierfreudigen Gäste. Soeben wurden die Feste wie Valentins- tag, Ostern, Pfingsten, Vatertag und Muttertag wieder allüberall genutzt, Tische zu bestellen und sich dann neu zu orientieren ohne abzusagen. Versucht der Wirt im Vorfeld per Telefon eine Bestätigung des Kommens zu erhalten, sind diese Anrufe Weinen gehört wie das Lachen zum Leben. Babys machen so auf sich aufmerksam für Trost, Zuneigung oder Nahrung. Ge- nauso geht es den Erwachse- nen: Tränen kullern, wenn wir nicht ein noch aus wissen. Manchmal können wir auch auf emotionale Ausnahmesitua- tionen nicht mehr anders reagieren. Vor allem, wenn wir überfordert sind. Heulen kann auch als Kommunikation ange- sehen werden. Ohne Worte erklärt es, dass man verletzt ist, traurig, verzweifelt oder, dass Trost benötigt wird. Oder bei Wut. Im Tal der Tränen glauben viele daran, dass Weinen hei- lende Kräfte hat. Da das Weinen heutzutage erforscht wurde, ergeben sich auch neue Er- kenntnisse. Erwiesen ist, dass manche Leute näher am Wasser gebaut sind. Wie oft die Person heult, hängt von der Persönlich- keit ab. Eine Studie belegt, dass ängstliche, einfühlsame, aber auch besonders gesellige Men- schen am häufigsten losheulen. Wer zu wenig Schlaf bekommt, müde oder ausgelaugt ist, heult auch schneller. Deshalb wird meist vergeblich. Die Reservierer sind einfach nicht erreichbar und sparen sich die Peinlichkeit einer Absage. Neu ist auch der Trend der Online-Reservierung über z.B. die Restaurantwebsite. Dadurch haben Reservierungen stark zu- genommen. Erfreulich? Leider nicht. Denn viele Gäste reser- vieren heutzutage in mehreren Restaurants gleichzeitig, um sich dann kurzfristig nach ak- tueller Stimmung zu entschei- den. Und ohne den anderen Lokalen abzusagen. Bei zur Zeit über 30% der "Nichtkommer"- Quote, kann sich jeder den Um- auch von 18 bis 22 Uhr am meisten geheult. Weinende Männer reagieren anders auf Tränen. Weinende Artgenossen überlassen Männer sich selbst. Außerdem nimmt laut israelischen Forschern die sexuelle Lust ab, wenn Männer eine Frau weinen sehen. Die weibliche Tränenflüssigkeit soll einen Botenstoff enthalten, der sich negativ auf die Libido aus- wirkt. Frauen weinen viel mehr als Männer. Bis der Mensch 13 Jahre alt ist, weinen Jungs und Mädchen gleich viel. Später heulen Männer im Durchschnitt 1 mal im Monat, Frauen 2,7 mal. Und sie tun es länger und intensiver. Dass sie öfters zum Taschentuch greifen liegt daran, satzverlust ausrechnen. Wie soll der Gastronom damit umgehen? Weiterhin auf Wertschätzung hoffen und auf die Vertrauens- karte setzen? Oder bereits bei Buchung auf Stornogebühren hinweisen? Die sind bei uns fast gar nicht anzutreffen. Dagegen sind Stornogebühren in den USA, in England und in Belgien voll im Trend. Angeblich hilft die Gebühr deutlich gegen die Unsitte des Nichterschei- nens bei Reservierungen. Be- fürchtet die hiesige Gastronomie durch Stornowarnungen even- tuell Gäste zu verlieren? Eigent- lich tritt das Restaurant ja in dass ganz andere Dinge sie zum Heulen bringen: Verlusterfah- rungen, Machtlosigkeit, Wut, Beziehungskonflikte, Kränkung oder Überforderung. Männer schluchzen eher bei positiven Gefühlen. Wenn sie z.B. stolz sind oder sich sehr freuen. Das Weinen gut tut, ist erwiesen. Und zwar durch das getröstet werden. Unter vier Augen ist das am besten. Waren bei einer nie- derländischen Langzeitstudie dagegen mehrere Menschen anwesend, wurden die Leute verunsichert, verärgert und reagierten meist hilflos, was die Heulenden noch mehr durch- einanderbrachte. Wer allein weint, fühlt sich nachher immer schlechter. Vorleistung mit Personal und Wareneinsatz. Falls etwas Un- vorhergesehenes dem Gast pas- siert und er die Reservierung absagen muss, ist es doch wohl kaum zu viel verlangt, dass das Restaurant informiert wird. Je eher, desto besser. So besteht für den Betrieb die Chance, dass der jetzt wieder freie Tisch neu belegt werden kann. Das wäre nur fair. Braucht unsere Gastronomie Stornogebühren? Alles über unsere Tränen Reservieren und nicht absagen JA – HEUL DOCH!

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